Besucherrückgang in Leipzig

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

AMI und Amitec haben deutlich weniger Besucher als 2012. Vor allem die Werkstattmesse hat an Zuspruch verloren. Nun soll eine einmalige Sonderschau neue Zielgruppen locken.

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Die AMI in Leipzig lockte in den ersten Hälfte der Messewoche weniger Besucher als vor zwei Jahren ab.
Die AMI in Leipzig lockte in den ersten Hälfte der Messewoche weniger Besucher als vor zwei Jahren ab.
(Foto: Messe Leipzig)

Die Leipziger Doppelmesse aus AMI und Amitec muss in diesem Jahr zur Halbzeit einen deutlichen Besucherrückgang verkraften. Wie die Messegesellschaft am Mittwochabend nach Abschluss der Werkstattmesse Amitec mitteilte, wurden seit Samstag bisher gut 147.000 Besucher auf dem Leipziger Messegelände gezählt. Das sind rund 13.000 weniger als zur Vorgänger-Veranstaltung im Jahr 2012 gekommen waren.

Nach den veröffentlichten Zahlen lässt sich der Besucherschwund in erster Linie auf das schwindende Interesse an der Amitec zurückführen. Hatte die Messegesellschaft für die 2012er-Auflage der Fachmesse für Fahrzeugteile, Werkstatt und Service noch 42.600 Besucher ausgewiesen, sind es laut der Mitteilung vom Mittwoch in diesem Jahr nur noch rund 31.000 Interessenten gewesen.

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Ein weiterer Grund für den Rückgang dürfte die Absage der Teilmesse Amicom sein, für die sich in diesem Jahr kaum eigene Aussteller fanden. Das Thema der Kommunikation im Auto sei zudem von den Herstellern aufgegriffen worden, die zunehmend vernetzte Fahrzeuge anbieten und selbst das Soundtuning ihrer Modelle in die Hand nehmen, hieß es dazu vor einigen Monaten von der Messe. Für 2012 waren noch 119.000 der insgesamt 286.000 Besucher als Interessenten der Amicom ausgewiesen worden.

Trotz des Besucherrückgangs spricht die Messe Leipzig von einem ungebrochenen Andrang der Besucher. Dabei sorgte vor allem der Karrieretag am Mittwoch, der besonders junge Besucher anspricht, für eine Belebung an den Ausstellerständen, auch in der Amitec-Halle. Daneben stößt den Angaben zufolge das Angebot an Probefahrten weiterhin auf großes Interesse der Besucher, das teilweise zu Wartezeiten führe.

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Sonderausstellung zum Wave-Gothik-Treffen

Neben der bereits seit Samstag laufenden Sonderschau „Supersportwagen und Luxusautomobile“ bietet die Messe in kommenden Tagen weitere besondere Programmpunkte. Anlässlich des Wave-Gothik-Treffens in Leipzig ist ab Donnerstag die Sonderschau „Historische Bestattungsfahrzeuge“ zu sehen. Gezeigt werden unter anderem eine barocke Bestattungskutsche aus dem Jahr 1880 oder der Cadillac, in dem schon Benno Ohnesorg, Marlene Dietrich und Hildegard Knef ihre letzte Reise antraten. Die AMI ist noch bis zum 8. Juni täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet an den Tageskassen pro Person 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

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