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Betrieben drohen Kredit-Engpässe

| Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Trotz gefühlt guter Finanzierungslage in den Unternehmen zeigt das KMU-Banken-Barometer 2018 eine wachsende Vorsicht der Banken, neue Kredite zu vergeben. Für investitionswillige Betriebe wird es Zeit zu handeln.

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(Bild: ©blende11.photo - stock.adobe.com)

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) schätzen ihre Finanzierungs- und Banken-Situation durchweg schlechter ein als im Vorjahr – das ist die Quintessenz des aktuellen Bankenbarometers, das der KMU-Berater-Verband vorgestellt hat. Nach Mitteilung des KMU-Bundesverbands freier Berater ist das Ergebnis besorgniserregend. Denn hinzu komme, dass die befragten Unternehmen bei allen zehn Standardaussagen die schlechtesten Bewertungen seit 2014 abgeben hätten.

Der Verband teilte zudem mit, dass die Zahl der teilnehmenden Unternehmen gesunken ist. Diese Tatsache lasse zwar vermuten, dass die gefühlte Finanzierungslage der Unternehmen noch gut ist. Aus Beratersicht ergibt sich daraus dennoch eine bedenkliche Gemengelage: Denn dem noch guten Finanzierungsgefühl der Unternehmen stehen rückläufige Erträge der Banken und Sparkassen gegenüber.

Die Kreditinstitute werden nach Ansicht der KMU-Berater sicherlich zukünftig im Firmenkreditgeschäft noch vorsichtiger und wählerischer werden – vor allem, wenn die nächste Konjunkturdelle kommt. Eine Kredit-Zurückhaltung wird dann besonders die Unternehmen mit mittlerer Bonität treffen. Daher sollten solche Betriebe in dem jetzt noch günstigen Finanzierungsumfeld ihre Finanzierung für die kommenden Jahre auf sichere und breitere Füße stellen.

Voraussetzung dafür sei, dass die Unternehmen ihre Verhandlungsposition gegenüber ihren Kreditnehmern realistisch einschätzen können. Die Ergebnisse des KMU-Banken-Barometers 2018 und die Handlungsempfehlungen sieht der KMU-Verband als einen guten Leitfaden an. Weitere Informationen sind unter KMU-Banken-Barometer zu finden.

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