Volvo XC60 Bewährtes Blech, neues Infotainment

Autor: Julia Mauritz

Seit vier Jahren ist die zweite Generation des Mittelklasse-SUVs auf dem Markt. Für das Modelljahr 2022 hat der schwedische Hersteller seinem Bestseller ein Facelift gegönnt. Die Neuerungen offenbaren sich jedoch nicht auf den ersten Blick.

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Der XC60 war von Januar bis Juli das meistverkaufte Volvo-Modell in Deutschland.
Der XC60 war von Januar bis Juli das meistverkaufte Volvo-Modell in Deutschland.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Volvo schickt sein in Deutschland meist verkauftes Mittelklasse-SUV XC60 mit einem sanften Facelift ins Modelljahr 2022. Was das Außendesign angeht, hat sich der schwedische Premiumhersteller mit ein paar optischen Retuschen am Heck und an der Fahrzeugfront begnügt: Die R-Design-Variante ist einen Ticken sportlicher, die luxuriöse Inscription-Variante hingegen hat durch Chromspangen vorne und hinten einen etwas eleganteren Touch. Auch neue Farben und Felgen bietet Volvo jetzt an. Zudem hat der schwedische Hersteller die Heckklappenautomatik verbessert: Der Bewegungssensor unter der Stoßstange deckt mit 60 Zentimetern nun eine doppelt so große Fläche ab.

Umfangreicher beim überarbeiteten XC60 sind die Veränderungen, die man dem Modell von außen nicht ansieht: So reagieren die Sensoren der verschiedenen Assistenzsysteme dank Volvos neuer Sensorplattform namens „Advanced Driver Assist“ jetzt schneller. Neu hinzugekommen ist ein Notfall-Stopp-Assistent: Dieser warnt den Fahrer optisch, akustisch und haptisch, wenn Gefahr droht. Reagiert der Fahrer trotzdem nicht, bremst der XC60 automatisch bis zum Stillstand ab, aktiviert die Warnblinkanlage und setzt einen Notruf ab. Ein zweites neues aktives Assistenzsystem kommt an Ampeln und im Stop-and-Go-Verkehr zum Einsatz: Es informiert den Fahrer, wenn die Ampel auf Grün schaltet, oder sich ein Stau auflöst und die Fahrt fortgesetzt werden kann. Verbessert hat Volvo in seinem SUV-Bestseller auch sein automatisiertes Parksystem: Es gibt jetzt eine 360-Grad-Kamera und einer Einparkhilfe vorn, seitlich und hinten.

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Beim Innenraum verhält es sich ähnlich wie beim Außendesign: Optisch beschränken sich die Veränderungen auf eine etwas kompaktere Overhead-Konsole und ein neu designtes 12,3 Zoll großes Fahrerdisplay. Zudem hat Volvo die Grafik und die Funktionalität seines Infotainmentsystems verbessert. Die echte Neuheit ist, dass Volvo im XC60 das vom vollelektrischen XC40 bekannte Infotainment-System auf Android-Basis setzt. Für die Insassen heißt das: Sie können Google Maps als Navigationssystem nutzen, den Google-Assistenten für die Sprachsteuerung einspannen und haben über Google Play Zugriff auf eine immer größer werdende Anzahl an Apps – von Streamingdiensten bis hin zu Hörbüchern.

Vier Benziner, drei Diesel und zwei Plug-in-Hybride

Motorenseitig bleibt alles beim Alten. Die Käufer haben die Wahl zwischen vier Benzinern und drei Dieselantrieben mit einem Leistungsspektrum zwischen 145 kW/197 PS und 220 kW/300 PS. Zudem bietet der Hersteller zwei Plug-in-Hybridvarianten an, die wahlweise 251 kW/340 PS oder 288 kW/390 PS auf die Straße bringen. Mit einem reinen Elektroantrieb ist das Mittelklasse-SUV indes nicht zu haben.

Fazit: Das Gesamtkonzept ist stimmig. Der XC60 ist auch ohne ein größeres Facelift sowohl optisch als auch in puncto Sicherheit und Konnektivität auf der Höhe der Zeit. Allerdings hat all das auch seinen Preis: Mindestens 46.800 Euro müssen die Käufer für das 4,69 Meter lange SUV zahlen. Stattet man den stärkeren Mild-Hybrid-Benziner B5 mit Allradantrieb mit allen verfügbaren Zusatzoptionen aus, kommt man jedoch schnell auf knapp 79.000 Euro.

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