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BFC-Jobmesse: Die Kfz-Branche in klein

| Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Jedes Jahr präsentieren sich Ende Januar Unternehmen aus allen Bereichen der Kfz-Branche in Northeim den Studenten der BFC. In erster Linie geht es um Recruiting, das Veranstaltungskonzept geht aber noch darüber hinaus.

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An vier „Career Days“ Ende Januar finden an der BFC regelmäßig Studenten und potenzielle künftige Arbeitgeber aus der Branche zusammen.
An vier „Career Days“ Ende Januar finden an der BFC regelmäßig Studenten und potenzielle künftige Arbeitgeber aus der Branche zusammen.
(Bild: BFC)

56 Unternehmen aus der Kfz-Branche haben sich Ende Januar an der BFC in Northeim vier Tage lang den anwesenden Studenten vorgestellt. Im Rahmen der jährlich stattfindenden „Carrer Days“ präsentieren Autohäuser, große Handelsgruppen, Autohersteller und -Importeure, Banken, Online-Dienstleister, Vermieter, Fuhrparktmanagement-Anbieter, Softwareschmieden und Reifengroßhändler ihre Unternehmen und die entsprechenden Karrieremöglichkeiten.

Dabei wechseln sich die teilnehmenden Firmen im Halbstundentakt ab und gewähren den Studenten einen tiefen Einblick in ihre Strukturen, die angebotenen Produkte und Dienstleitungen sowie die konkreten Tätigkeitsprofile. Zur Sprache kommen nicht zuletzt Mitarbeiter-Benefits und Verdienstmöglichkeiten.

Die Betriebe wiederum können zwar auf der BFC-Veranstaltung nicht mit Hunderten von Interessenten rechnen – dafür treffen sie zielgenau auf eine Gruppe praxisnah ausgebildeter, ambitionierter Nachwuchskräfte, unter denen vergleichsweise viele High Potentials zu finden sein dürften. Die Studenten haben allesamt zuvor eine Ausbildung mit Branchenbezug abgeschlossen. Hinzu kommen bei vielen mehrere Jahre Berufspraxis, ergänzt durch die vertiefenden automobilwirtschaftlichen Kenntnisse aus dem BFC-Lehrplan, der jüngst erst wieder ein praxisnahes Update – unter anderem in Sachen IT – erfahren hat.

Gerade Letzteres verschafft den Studenten laut BFC-Geschäftsführerin Sylvia Gerl einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil: „Es ist schon sehr auffällig, wie sehr sich die Tätigkeiten in den letzten Jahren verändert haben – wer heute nicht über ein großes digitales Wissen verfügt, wird künftig große Schwierigkeiten bei seinem täglichen Tun bekommen.“

Diesem Trend entsprechend stellen die suchenden Kfz-Unternehmen nach Angaben der Schulleiterin immer weniger die klassischen Tätigkeitsprofile in den Vordergrund, sondern eher Jobs wie „Autoprofi Schwerpunkt Fahrzeugdaten“, „Business Controller“, „Referent Vertriebssteuerung digitale Produkte“ oder auch „Produktmanager App-Entwicklung“. Einige der präsentierten Job-Profile richteten die teilnehmenden Branchenplayer sogar direkt an den Vertiefungsrichtungen der BFC (Sales-Performance, Afterales-Performance, Back-Office-Performance sowie Studium Generale) aus.

Auch wenn das Engagement auf der Jobmesse nicht für alle Firmen in eine Reihe von Bewerbergesprächen mündet – man hat sich zumindest untereinander bekannt gemacht, oder, wie es die Schulleiterin ausdrückt, „eine Marketing-Spur gelegt“. Die Wahrscheinlichkeit, dass die meisten BFC-Absolventen der Kfz-Branche lange Jahre erhalten bleiben, dürfte ziemlich hoch sein.

Wo sind die prototypischen Kfz-Betriebe?

Kurioserweise sind laut Sylvia Gerl ausgerechnet die familiengeführten Autohäuser kleinerer bis mittlerer Größe bei der BFC-Jobmesse chronisch unterrepräsentiert. „Dabei sind das die Betriebe, bei denen, wenn mal einer kommt, das Interesse mit am größten ist“, sagt die Chefin der Fachschule. Ihre Chance, das zu nutzen, bekommen die Kfz-Betriebe im kommenden Jahr vom 25. bis zum 28. Januar. In diesem Zeitraum finden die nächsten „Career Days“ in Northeim statt.

>> Kontakt: info@bfc.de

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