VW-Handel Bhg will Autohaus Friedmann in Bühl übernehmen

Autor: Christoph Seyerlein

Die Konsolidierung im deutschen VW-Handel geht weiter: Im Südwesten steht die Bhg vor einer Übernahme des Autohauses Friedmann aus Bühl. Warum Joachim Friedmann seinen Betrieb künftig in der großen Gruppe besser aufgehoben sieht.

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Das Autohaus Friedmann aus Bühl schlüpft unter das Dach der Bhg.
Das Autohaus Friedmann aus Bühl schlüpft unter das Dach der Bhg.
(Bild: Autohaus Friedmann)

Die Konsolidierung im deutschen VW-Handel schreitet weiter voran. Zum 1. Januar 2022 wird das Autohaus Friedmann aus Bühl Teil der Bhg-Gruppe – sofern das Kartellamt der geplanten Übernahme zustimmt. Das teilte die Handelsgruppe aus Horb am Neckar am Freitag mit.

Inhaber Joachim Friedmann, Geschäftsführer Eugen Schmidt und die rund 60 Mitarbeiter des Autohauses Friedmann sollen auch nach der Übernahme an Bord bleiben. „Um unseren Betrieb in Bühl für die Zukunft optimal zu positionieren, haben wir uns bewusst für diesen Schritt entschieden“, sagt Joachim Friedmann. „Mit dieser starken Unternehmensgruppe werden wir unsere treuen Kunden in Zukunft weiterhin erstklassig betreuen – und das bei einer noch deutlich größeren Auswahl an Fahrzeugen und Dienstleistungen.“ Die beiden Unternehmen pflegen bereits seit Jahren geschäftliche Beziehungen.

Als kleinerer Betrieb mit einem Jahresumsatz von rund 21 Millionen Euro würde man sich „mittel- und langfristig zunehmend schwer tun, all den großen Herausforderungen gerecht zu werden“, heißt es in der Mitteilung. Als Beispiele wurden etwa Elektromobilität, Digitalisierung, Direktvertrieb und zunehmende Auflagen der Hersteller aufgeführt. Das Autohaus Friedmann hält einen Vertriebsvertrag für die Marken VW Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

„Passt perfekt zu uns“

Albrecht Wollensack, Vorstandschef der Bhg-Muttergesellschaft Alphartis, erklärte: „Wir freuen uns auf unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aber auch unsere zukünftigen Kunden in Bühl.“

Bhg-Vertriebsvorstand und Geschäftsführer Alexander Kramer ergänzte: „Der Betrieb passt perfekt zu uns. Die Kunden werden so weiterhin ihr familiäres, freundschaftliches Autohaus vor Ort haben und dazu noch von den vielfältigen Vorteilen profitieren, die ihnen so nur eine starke Unternehmensgruppe bieten kann.“

Über die Alphartis SE

Zur Alphartis SE zählen neben anderen Geschäftssparten die beiden Autohandelsgruppen Ahg und Bhg, die gemeinsam einen der größten Händler Deutschlands bilden. Zum Portfolio zählen die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, BMW, Mini, Land Rover und Peugeot. In Summe zählen zu der Gesellschaft 60 Autohandelsbetriebe an 45 Standorten. In der Kfz-Handelssparte arbeiten etwa 2.000 Beschäftigte. Der Jahresumsatz liegt bei rund einer Milliarde Euro.

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Fachredakteur Next Mobility