Big Data: Moderne Datenfilter

Autor / Redakteur: Katrin Drogatz-Krämer / Julia Mauritz

In vielen Branchen ist es längst gängige Praxis, Massendaten für Marktforschungs- und Marketingzwecke auszuwerten. Der Kfz-Handel hinkt noch hinterher – dabei kann auch er von Big Data profitieren.

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Big Data ist eines der IT-Schlagworte, über die die Automobilbranche aktuell am meisten diskutiert. Im Kern geht es dabei um hochkomplexe und sich ständig ändernde „Massendaten“, die gesammelt, ausgewertet und visualisiert werden und die sich mit keiner klassischen Methode der Datenverarbeitung erfassen lassen. Unternehmen und Behörden aus den verschiedensten Branchen erfassen mittlerweile Massendaten und werten sie aus. Die Industrie nutzt Big Data beispielsweise, um individuell zugeschnittene Werbung zu platzieren, um Kundenmeinungen zu erfassen und Kunden zu binden.

Im Automobilhandel ist das Thema trotz der interessanten Potenziale, die es bietet, noch nicht vollständig angekommen. In vielen Autohäusern sind noch nicht einmal die Verwaltung, der Verkauf und Service über dasselbe IT-System verbunden. Eine Tatsache, die Thorsten Krämer, Mazda-Vertragshändler in Fulda und Würzburg, für bedenklich hält: „Nur wenn ein Autohaus sicherstellt, dass alle Abteilungen und Filialen Zugriff auf dasselbe Datensystem und sämtliche Kundendaten haben, können wir effektiv im Sinne unserer Kunden arbeiten“, unterstreicht er.