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Bis zu 3.000 Euro für Hardware-Nachrüstungen

| Autor: Andreas Wehner

Nach stundenlangen Verhandlungen haben sich die deutschen Autobauer mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geeinigt. Der Kompromiss beinhaltet unter bestimmten Voraussetzungen auch Hardwarenachrüstungen. Doch nicht alle Hersteller sind dazu bereit.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die gesetzlichen Voraussetzungen für Hardware-Nachrüstungen schaffen.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die gesetzlichen Voraussetzungen für Hardware-Nachrüstungen schaffen.
(Bild: BMVI)

Die deutschen Autobauer haben sich mit dem Bundesverkehrsministerium auf einen Kompromiss beim Thema Hardware-Nachrüstungen geeinigt. Bis zu 3.000 Euro hätten die deutschen Hersteller pro Fahrzeug zugesagt, teilte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Donnerstag nach einem Treffen mit Automobilmanagern mit.

Mit dem Geld sollen „herstellerspezifische Maßnahmen“ für ältere Dieselfahrzeuge umgesetzt werden. „Dazu können auch Hardware-Nachrüstungen zählen“, sagte Scheuer. Allerdings sind nur Volkswagen und Daimler zu solchen Lösungen bereit. BMW ist nach wie vor dagegen, will aber seinen Kunden die 3.000 Euro ebenfalls für „Maßnahmen zur Sicherung ihrer Mobilität“ zur Verfügung stellen, wie der Hersteller am Donnerstag mitteilte. Bislang wollten die Autobauer maximal 2.400 Euro bezahlen.

Hardware-Nachrüstungen soll es jedoch frühestens 2020 geben – und auch nur für Dieselbesitzer in den 15 besonders von schlechter Luft betroffenen Städten, in denen bereits jetzt die Umtauschprämien der Hersteller greifen. Wer die Umtauschprämie nicht nutzt, soll dann ein entsprechendes Angebot erhalten. Allerdings sollen laut Scheuer zunächst die Umtauschaktionen „mit maximaler Anstrengung“ vorangetrieben werden.

Das Verkehrsministerium wolle die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, damit Hersteller von Nachrüstsystemen ihre Produkte entwickeln und genehmigen lassen können. Aktuell gebe es keine genehmigten technischen Lösungen und sie würden auch nicht kurzfristig verfügbar sein, so Scheuer. Alle drei deutschen Autokonzerne bleiben trotz der Zusagen bei ihren Bedenken gegenüber Hardware-Nachrüstungen.

„Die beteiligten deutschen Autohersteller sind überzeugt, dass mit der konsequenten Umsetzung der bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen – dem Programm saubere Luft, den Software-Updates, den Umtauschprämien und der Bestandserneuerung sowie den Programmen für die Kommunen – die Luft in den Intensivstädten schnell deutlich besser wird“, sagte Scheuer.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«