Ford Bislang keine Händlerinsolvenzen

Autor: Julia Mauritz

Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Hans-Jörg Klein blickt zuversichtlich ins neue Jahr, das im Zeichen der Elektrifizierung steht. Große Hoffnung setzt er vor allem in den Kuga Plug-in-Hybrid, der nach dem Batteriedesaster 2020 neu an den Start geht.

Für Hans-Jörg Klein ist der Kuga Plug-in-Hybrid 2021 ein zentrales Volumenmodell.
Für Hans-Jörg Klein ist der Kuga Plug-in-Hybrid 2021 ein zentrales Volumenmodell.
(Bild: Ford)

Redaktion: 2020 sind die Ford-Neuzulassungen mit einem Minus von 30,6 Prozent stärker gesunken als der Gesamtmarkt. Was waren die Gründe dafür?

Hans-Jörg Klein: Es sind 2020 multiple Faktoren zusammengekommen. Wir hatten gegenüber dem Vorjahr durch den Wegfall des Ka und des C-Max ein reduziertes Produktangebot. Und wir hatten zum Jahresanfang 2020 einen Sondereffekt, weil wir Ende 2019 ein gewisses Volumen des Vorgänger-Kuga zugelassen hatten. Im ersten Quartal 2020 hat uns mit der Umstellung auf die neue Kuga-Generation zunächst ein wichtiges Volumenmodell gefehlt. Zusammen mit dem neuen Puma kam der Kuga quasi zeitgleich mit dem März-Lockdown, sodass wir das Frühjahrsgeschäft nicht voll mitnehmen konnten. In Folge der Coronakrise ist zudem das Vermietgeschäft eingeknickt. Gerade unsere Händler sind im Geschäft mit kleinen Vermietgesellschaften sehr aktiv. Und diese haben ihre Bestände drastisch heruntergefahren. Alles in allem sind wir mit dem Jahr 2020 nicht unzufrieden: Wir liegen beim Marktanteil nur rund ein Zehntel unter unseren Planungen zum Jahresanfang 2020, und dieser Verlust geht auf das Konto des schwachen Vermietgeschäfts.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person: Hans-Jörg Klein (56)
  • Seit Dezember 2020: stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH
  • Seit Mai 2019: geschäftsführender Direktor für Deutschland, Österreich und Schweiz
  • Seit September 2018: Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Ford Deutschland

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Redakteurin