BIX: Branche hat Hoffnung trotz Umsatzeinbußen

Angespannte Stimmung der Markenbetriebe

| Autor: Jakob Schreiner

Für den kommenden Monat erwarten viele Markenhändler wieder mehr Umsätze aus dem Servicegeschäft.
Für den kommenden Monat erwarten viele Markenhändler wieder mehr Umsätze aus dem Servicegeschäft. (Bild: ZDK)

Die Stimmung bei den Vertragshändlern ist weiterhin eher schlecht. Ein Grund dafür: 34 Prozent der befragten Markenhändler gaben an, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigere Gesamtumsätze erwirtschaftet zu haben. Das ergab die aktuelle Branchenindexbefragung der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) und der Redaktion »kfz-betrieb«.

Das spiegelt sich auch bei der Betrachtung der einzelnen Geschäftsbereiche wieder. Herauszuheben ist, dass ein Viertel der Händler angab, im sonst so stabilen Servicegeschäft weniger umgesetzt zu haben als noch vor einem Jahr. Diese Situation im Werkstattbereich soll sich aber im kommenden Monat wieder etwas entspannen.

In Kombination mit der Erwartung von rund einem Viertel der Händlerschaft auf steigende Umsätze mit Gebrauchtwagen zeigt die Stimmungskurve leicht nach oben. Fast die Hälfte schätzt, dass die Umsätze zumindest auf Vorjahresniveau liegen werden. Beim Geschäft mit Neuwagen dagegen rechnen nur 14 Prozent mit einer Umsatzsteigerung – jeweils 43 mit stabilen aber auch niedrigeren Umsätzen. Rund 52 bewerten ihre eigene Situation als „sehr gut“ oder „gut“ – 42 Prozent mit „mittelmäßig“.

Ein günstigeres Stimmungsbild ergibt sich bei den freien Kfz-Betrieben. Rund zwei Drittel schätzen ihre eigene Lage positiv ein. Dennoch dämpften die niedrigeren Umsätze aus dem Werkstattgeschäft die Stimmung jedes fünften Unternehmens leicht ab, wenn auch bei zwei Dritteln die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil geblieben sind. Für den kommenden Monat rechnen wieder mehr freie Betriebe mit einer positiveren Entwicklung ihrer Umsätze (23 %) – 64 Prozent der Betriebe gaben an, das Vorjahresniveau halten zu können.

Die durchschnittliche Werkstattauslastung in den Betrieben ist mit 85,6 Prozent bei den Markenbetrieben und 80,8 Prozent bei den freien Kfz-Betrieben auf Vorjahresniveau. Die Vorlaufzeiten für einen Termin belaufen sich auf 7,3 und 6,5 Tage und fallen damit etwas höher aus als vor einem Jahr (Januar 2018: 6,8 und 5,6 Tage).

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindex-Befragungen finden Sie im Online-Archiv.

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