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BIX: Halbzeit ohne Höhepunkte

Autor: Jakob Schreiner

Das Kfz-Gewerbe blickt auf eine durchwachsene erste Jahreshälfte zurück. Bis auf einen Ausreißer hielt sich die Stimmung einigermaßen konstant, ist aber tendenziell schlechter als im Vorjahreszeitraum. Dafür war unter anderem die zunächst ausgebliebene Auslastung der Werkstätten verantwortlich.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Stimmung im deutschen Kfz-Gewerbe zeigt eine durchwachsene Halbjahresbilanz. Im Schnitt blieb die Stimmungskurve teils deutlich unter den Vorjahreswerten, wie die aktuelle Branchenindexbefragung der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergab.

Bei den markengebundenen Betrieben lag der Durschnitt in den ersten sechs Monaten mit 97,8 Punkten unterhalb der 100er-Marke. Im Vorjahr lag sie mit 101,6 Punkten noch darüber. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den freien Kfz-Betrieben ab: Hier lag der Halbjahresschnitt bei 98,1 Punkten. Deutlicher ist hier allerdings der Unterschied zum Wert vom Vorjahreszeitraum, der mit 106,8 Punkten deutlich darüber lag.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das Servicegeschäft. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ist die Werkstattauslastung erst mit deutlicher Verspätung angestiegen – bei freien wie markengebundenen Betrieben. Zudem hat die steigende Auslastung die Stimmung längst nicht so positiv beeinflusst wie 2018. Unter anderem ließ der steigende Auslastungsgrad im März die Stimmung in den Kfz-Betrieben sprunghaft ansteigen: bei den freien Servicebetrieben von 90 auf 115 Punkte, bei den Markenbetrieben von 97 auf 107 Punkte. Dieser Effekt verpuffte in diesem Jahr nahezu vollständig, wie die Stimmungskurve zeigt.

Das wirkte sich natürlich auch auf die Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage aus, die im Vorjahreszeitraum bei Markenbetrieben und freien Werkstätten besser war. Es bleibt also spannend, wie sich die wirtschaftliche Lage in der zweiten Jahreshälfte entwickelt. Die Prognose für den kommenden Monat lässt wenig Hoffnung: Nur rund ein Viertel der Betriebe rechnet im Werkstattgeschäft mit steigenden Umsätzen. Im Geschäft mit Gebraucht- und Neuwagen sind es lediglich 16 bzw. 7 Prozent.

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

(ID:46000124)

Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik