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BIX: Investitionen ohne Reue

| Redakteur: Norbert Rubbel

Die Inhaber von Kfz-Betrieben im Osten des Landes ziehen nach 25 Jahren Wiedervereinigung Bilanz. 70 Prozent der Befragten würde ihren damaligen Invest heute genauso wieder tätigen.

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Neben ihren allgemeinen wirtschaflichen Erwartungen nehmen Betriebsinhaber im Rahmen des BIX zudem Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Kfz-Gewerbe.
Neben ihren allgemeinen wirtschaflichen Erwartungen nehmen Betriebsinhaber im Rahmen des BIX zudem Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Kfz-Gewerbe.
(Grafik: kfz-betrieb)

Nach den Höhenflügen der Branchenindizes der markengebundenen und freien Kfz-Betriebe im ersten Halbjahr verloren sie im Juli leicht an Schwung. Mit 128 beziehungsweise 134 Punkten lagen sie jedoch klar über den Vorjahreswerten (113 und 121). Zudem sind die meisten Unternehmer mit ihrer eigenen Firmenkonjunktur zufrieden. So beurteilen 57 Prozent der Fabrikatshändler und 66 Prozent der Inhaber von unabhängigen Servicebetrieben ihre wirtschaftliche Lage als „gut“ und nur zwei beziehungsweise ein Prozent als „schlecht“. Dies ergab die Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Betriebsgründungen nach der Deutschen Einheit

Nach fast 25 Jahren Wiedervereinigung ziehen die Unternehmer der Kfz-Branche Bilanz. Gut ein Drittel der Vertragshändler der Automobilhersteller und Importeure investierten damals für ihr neues Autohaus zwischen 1 und 2 Millionen DM – 35 Prozent investierten mehr als 2 Millionen DM.

38 Prozent der Inhaber von Freien Werkstätten gaben für ihre Existenzgründung zwischen 200.000 und 500.000 DM aus. Etwa die Hälfte der Gründer investierte weniger als 200.000 DM.

Bemerkenswert ist: Etwa 70 Prozent der Unternehmer würden ihre Investitionsentscheidung von damals heute genauso treffen. Auf die Frage „Hat die Wiedervereinigung der Kfz-Branche gut getan?“ antworteten knapp 60 Prozent mit „ja“.

Rendite mit Höhen und Tiefen

Allerdings gaben etwa genauso viele Befragte an, dass sie bei der Entwicklung ihrer Gesamtrendite „Höhen und Tiefen erlebten“. Nur sieben Prozent der Fabrikatshändler und Besitzer von Freien Werkstätten verbuchten vom Zeitpunkt ihrer Investition bis heute eine stabile Unternehmensrendite. In rund 30 Prozent der befragten markengebundenen Autohäuser ist sie sogar gesunken.

Dass sich der Wettbewerb in der Kfz-Branche nach dem Mauerfall „spürbar verschärft“ hat, meinen 36 Prozent der Vertragshändler und ein Viertel der Inhaber von unabhängigen Servicebetrieben. Zudem bedauert jeder zweite Befragte die „Rabattschlachten im Fahrzeugverkauf“ und die „preisaggressiven Serviceaktionen im Werkstattgeschäft“.

Die grafischen Auswertungen der Branchenindexbefragung finden Sie im BIX-Online-Archiv.

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