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BIX September: Kfz-Branche kassiert Stimmungsdämpfer

| Autor: Jakob Schreiner

Erstmals seit den Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen hat sich die Stimmung unter den Vertragspartnern und freien Werkstätten wieder verschlechtert. Der Grund: Bei vielen Betrieben lief es in allen Geschäftsbereichen zuletzt wieder schlechter. Und daran soll sich auch im nächsten Monat nichts ändern.

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(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die Kfz-Branche hat sich offenbar mit der wirtschaftlich schwierigen Phase abgefunden und zeigt erste Anzeichen der Resignation. Das legen die aktuellen Werte des Stimmungsbarometers der Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb«, BBE Automotive und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) nahe, die im vergangenen Befragungszeitraum erstmals seit den harten Corona-Maßnahmen im April leicht rückläufig waren.

So fiel der Indexwert bei den freien Servicebetrieben von 95 auf 94 Punkte und bei den Vertragspartnern von 94 auf 92 Punkte.

Hierfür waren in erster Linie die aktuelle Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat sowie die Umsatzerwartungen an den kommenden Monat verantwortlich. Fast zwei Drittel der Händlerschaft kämpfen nach wie vor mit niedrigeren Umsätzen als vor einem Jahr.

Etwas stabiler zeigt sich der Handel mit Gebrauchtwagen. Hier hat immerhin ein Drittel stabile bzw. 23 Prozent sogar höhere Umsätze erwirtschaftet. In der Werkstatt verzeichneten mehr als die Hälfte der Betriebe stabile oder gar gestiegene Umsätze. Dennoch fiel die Umsatzsituation im letzten Monat in allen Geschäftsfeldern positiver aus, wodurch sich der Rückgang um zwei Punkte erklärt.

Parallel dazu fällt die Entwicklung bei den freien Werkstätten aus, bei denen im Vormonat mehr Betriebe eine stabile oder höhere Umsatzsituation hatten.

Folglich fällt auch bei beiden Befragungsgruppen die Erwartung an den kommenden Monat eher nüchtern aus. Mit großartigen Veränderungen an der aktuellen Situation rechnet kaum jemand, sodass sich die Prognosen zur Umsatzentwicklung nur marginal von den aktuellen Werten unterscheiden und nur leicht verschieben. So verwundert es auch nicht, dass sich die Bewertung der eignen wirtschaftlichen Situation kaum verändert hat.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik