BIX: Sinkende Umsätze verpassen Kfz-Branche Stimmungsdämpfer

Autor Norbert Rubbel

Die Anzahl der Unternehmer, die ihre wirtschaftliche Lage als „gut“ bewerten, ist im März gesunken. In vielen Kfz-Betrieben fielen die Umsätze niedriger aus als im Vorjahr. Insbesondere bei den freien Werkstätten sackte die Stimmung ab.

Firmen zum Thema

In vielen Werkstätten war die Auslastung der Mechaniker im März rückläufig.
In vielen Werkstätten war die Auslastung der Mechaniker im März rückläufig.
(Bild: ProMotor/Volz)

Die Stimmung im Kfz-Gewerbe hat sich am Ende des ersten Quartals dieses Jahres eingetrübt, wie das Branchenbarometer zeigt: Während der Indexwert der markengebundenen Autohäuser gegenüber dem Vormonat um einen Punkt auf 131 Punkte sank, sackte der der freien Werkstätten um 20 auf 130 Punkte ab. Dies ergab die Branchenindexbefragung der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Einen Hinweis auf den starken Einbruch des Indexwertes der freien Werkstätten gibt die Entwicklung der Gesamtumsätze. So verbuchte ein Drittel der freien Werkstätten im dritten Monat dieses Jahres niedrigere Erlöse als im Vorjahresmonat. Von den Markenbetrieben registrierten dagegen 28 Prozent sinkende Gesamtumsätze.

Nur noch 46 Prozent der Vertragshändler und 53 Prozent der Inhaber von unabhängigen Servicebetrieben bewerteten ihre wirtschaftliche Lage im März als „gut“. Im Januar waren es immerhin noch 63 beziehungsweise 64 Prozent, die ihrer eigenen Firmenkonjunktur die Note „gut“ gaben.

Ernüchternd ist zudem der Blick in die einzelnen Geschäftsfelder der befragten Unternehmen. In rund einem Drittel der vertragsgebundenen Kfz-Betriebe fielen die Neu- und Gebrauchtwagenerlöse niedriger aus als im Vorjahr oder verharrten auf Vorjahresniveau. Immerhin konnte ein weiteres Drittel der Händler höhere Absätze für sich verbuchen.

Ein Garant für gute Erträge war in den letzten Monaten das Werkstattgeschäft. Doch davon war im März wenig zu spüren. Nur 19 Prozent der freien Kfz-Betriebe und 28 Prozent der Vertragswerkstätten erzielten steigende Umsätze im Service und im Teileverkauf. Die überwiegende Mehrheit (59 %) vermeldete im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibende Erlöse. Passend zu diesen Ergebnissen sank außerdem die Werkstattauslastung von durchschnittlich 82 Prozent im Januar dieses Jahres auf 75 Prozent im März.

Nicht viel besser als die Bewertung der Ist-Situation sind die Prognosen für den Fahrzeughandel im kommenden Monat. Denn nur rund ein Viertel der Vertragspartner der Automobilhersteller rechnet bis Ende April mit höheren Umsätzen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft als im Vorjahresmonat. Rund die Hälfte rechnet mit gleichbleibenden Erlösen, jeweils 23 Prozent erwarten Einbußen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft.

Ähnlich verhalten sind die Prognosen für das Werkstattgeschäft. Rund 70 Prozent erwarten keine Veränderungen, 22 Prozent rechnen mit steigenden Erlösen. Im Unterschied zum Handel sind aber deutlich weniger Befürchtungen von Umsatzeinbußen zu verzeichnen: Bei den Markenbetrieben mit 6 Prozent sogar nochmal weniger als bei den freien Werkstätten mit rund 9 Prozent.

Die Branchenindexbefragungen der vergangenen Monate finden Sie im Online-Archiv.

(ID:45241672)