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BIX: Stimmung flachte bereits vor der Krise ab

Autor: Jakob Schreiner

Noch bevor die massiven Ausgangsbeschränkungen in Deutschland in Kraft traten, rechneten die Kfz-Betriebe mit wirtschaftlichen Einbußen. Mit welcher Härte es die gesamte Branche treffen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand.

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Zum Befragungszeitpunkt ahnte wohl noch keiner der Kfz-Betriebe, dass kurze Zeit später Ausgangsbeschräkungen das öffentliche Leben nahezu stilllegen würden.
Zum Befragungszeitpunkt ahnte wohl noch keiner der Kfz-Betriebe, dass kurze Zeit später Ausgangsbeschräkungen das öffentliche Leben nahezu stilllegen würden.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Die aktuellen Entwicklungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie halten die Bevölkerung, die Politik sowie die Wirtschaft und nicht zuletzt die Kfz-Betriebe in Atem. Täglich überschlagen sich die Meldungen rund um das Thema, und eine Prognose zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen gleicht einem Blick in die Glaskugel.

Von dieser Ungewissheit war in den ersten beiden März-Wochen zum Zeitpunkt der Befragung bereits ansatzweise etwas zu spüren. So ist das Stimmungsbarometer der freien Servicebetriebe von zuletzt 102 Punkten auf jetzt 96 gefallen, bei den Markenpartnern von 99 auf 97 Punkte.

Dafür war unter anderem die durchweg schlechtere Bewertung der wirtschaftlichen Lage des eigenen Betriebs und der gesamten Kfz-Branche verantwortlich. Das legt nahe, dass viele Betriebe bereits skeptisch hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung waren.

Insbesondere die Markenpartner verbuchten beim Umsatz aus dem Neu- und Gebrauchtwagenhandel geringere Umsätze als noch vor einem Jahr. Und auch ihre Prognose für den kommenden Monat war zum Befragungszeitpunkt bereits alles andere als prickelnd. So rechnete über die Hälfte (53 %) mit niedrigeren Umsätzen beim Verkauf von neuen Fahrzeugen und 46 Prozent rechneten mit niedrigeren Umsätzen im Bereich Gebrauchtwagen.

Diese Befürchtung wird sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch bewahrheiten, schließlich sind in den meisten Autohäusern die Showrooms dicht und der Verkauf stockt. Hoffnungsträger in der aktuellen Situation dürfte der Service sein, der zunächst weiterläuft. Immerhin rechneten damals lediglich 25 beziehungsweise 15 Prozent mit sinkenden Umsätzen.

Wie sehr die aktuellen Umstände die Stimmung, Umsätze und Werkstattauslastung tatsächlich belasten, wird sich erst mit den Ergebnissen der nächsten Befragung im April zeigen.

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik