BIX: WLTP-Engpässe verhageln Neuwagenumsätze

Werkstatt- und Ersatzteilegeschäft bleibt dagegen stabil

| Autor: Norbert Rubbel

Viele Autohäuser mussten im August Umsatzeinbußen im Neuwagengeschäft hinnehmen.
Viele Autohäuser mussten im August Umsatzeinbußen im Neuwagengeschäft hinnehmen. (Bild: ProMotor/Volz)

Die Stimmung in den Neuwagenabteilungen der Vertragspartner der Automobilhersteller war im August getrübt. Fast jeder zweite Fabrikatshändler verbuchte im Verkauf von neuen Autos gegenüber dem Vorjahresmonat sinkende Umsätze. Und nur noch 38 Prozent der Inhaber von markengebundenen Autohäusern beurteilen ihre wirtschaftliche Lage als „gut“. Im Juli waren es noch 57 Prozent, die ihrer eigenen Firmenkonjunktur die Note „zwei“ verliehen. Dies ergab die Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Einen Grund für die Umsatzrückgänge im Neuwagengeschäft liefert die Umstellung auf das neue Prüfverfahren WLTP. Das Testverfahren für den Spritverbrauch und die Abgasemissionen sorgt für Lieferengpässe. Viele Händler können die Wunschautos ihrer Kunden bei ihren Herstellern nicht mehr bestellen oder müssen monatelang auf die Auslieferung warten.

Stabile Gebrauchtwagenumsätze

Einige Kunden, die von den Lieferproblemen betroffen waren, entschieden sich für einen Gebrauchtwagen, wie Händler berichten. So fiel die Umsatzentwicklung im Verkauf der Second-Hand-Autos im achten Monat dieses Jahres besser aus als erwartet: Ein Drittel der Markenbetriebe erzielte im Vergleich zum Vorjahr steigende und knapp 40 Prozent verbuchten stabile Gebrauchtwagenumsätze.

Die Ertragssäule in den fabrikatsgebundenen Autohäusern bleibt nach wie vor das Werkstattgeschäft. Im Service sowie im Ersatzteile- und Zubehörverkauf registrierten immerhin 46 Prozent aller befragten Vertragshändler höhere und nur neun Prozent niedrigere Umsätze als im Vorjahresmonat. Zudem prognostizieren gut zwei Drittel der Inhaber von Markenbetrieben, dass die Werkstattumsätze bis Ende September stabil bleiben.

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