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BIX: Zufriedenheit in der Kfz-Branche steigt trotz Diesel-Krise

| Redakteur: Norbert Rubbel

Mit viel Schwung startet das Kfz-Gewerbe ins zweite Quartal dieses Jahres. Die meisten Händler sind mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden – trotz leichter Bremsspuren im Fahrzeughandel.

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Die meisten Inhaber von Kfz-Betrieben rechnen bis Ende Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat mit stabilen Werkstattumsätzen.
Die meisten Inhaber von Kfz-Betrieben rechnen bis Ende Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat mit stabilen Werkstattumsätzen.
(Bild: ProMotor/Volz)

Im Gegensatz zum Vormonat ist die Stimmung in vielen Kfz-Betrieben im April glänzend. 67 Prozent (März: 46 %) der Vertragshändler und 83 Prozent (63 %) der Inhaber von freien Werkstätten bewerten ihre wirtschaftliche Situation als „gut“. Dies ergab die Branchenindexbefragung der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK).

Mit der Zufriedenheit der Unternehmer machten die Indizes beider Befragungsgruppen einen kräftigen Schwung nach oben. Der Indexwert der markengebundenen Autohäuser stieg um 13 Punkte auf 144 und der der unabhängigen Servicebetriebe um 36 Punkte auf 166. Damit erreichen die Werte die höchsten Ergebnisse seit Jahresbeginn. In knapp 30 Prozent aller Kfz-Betriebe fielen die Gesamtumsätze im April höher aus als im Vorjahresmonat, und in jedem zweiten Unternehmen blieben sie stabil.

Bescheidene Umsatzentwicklung im Handel

Weniger zufrieden waren einige Vertragspartner der Automobilhersteller mit ihrer Umsatzentwicklung im Fahrzeughandel. So verbuchten nur 21 Prozent im Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr höhere Erlöse. In 43 Prozent der Markenbetriebe lagen die Gebrauchtwagenumsätze unter denen des Vorjahres. Nicht zuletzt dürfte die Diesel-Krise hier eine entscheidende Rolle gespielt haben. Etwas besser entwickelte sich das Neuwagengeschäft. Hier registrierten 26 Prozent der Fabrikatshändler steigende und 30 Prozent niedrigere Erlöse.

Ein Garant für gute Umsätze ist der Service sowie der Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör. Immerhin erzielten 51 Prozent der Vertragswerkstätten stabile und ein Drittel höhere Werkstatterlöse. Zudem sind viele vertragsgebundene Unternehmer sehr optimistisch: 41 Prozent prognostizieren, dass ihre Serviceumsätze bis Ende Mai höher ausfallen als im Vorjahresmonat. Nur fünf Prozent rechnen mit sinkenden Erlösen im Werkstattgeschäft.

Die Branchenindexbefragungen der vergangenen Monate finden Sie im Online-Archiv.

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