Hyundai Tucson Bloß nicht in der Masse untergehen

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Mit der vierten Generation des Tucson hat Hyundai nicht nur dessen Design umgekrempelt, sondern sein SUV auch umfangreich elektrifiziert. Wir durften die erstmals angebotene Vollhybrid-Version fahren.

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Hyundai hat der vierten Generation seines Bestsellers ein markantes Outfit spendiert.
Hyundai hat der vierten Generation seines Bestsellers ein markantes Outfit spendiert.
(Bild: Hyundai)

Bislang ist Hyundai nicht unbedingt durch extravagantes Design aufgefallen, zumindest nicht in einem Volumensegment wie das der kompakten SUVs. Hier stilistisch danebenzulegen, wäre eine arg teure Angelegenheit, die sich kein Autohersteller leisten will. Beim neuen Tucson, seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein im Programm des koreanischen Autobauers, hat man dennoch allen Mut zusammengenommen und der mittlerweile vierten Generation ein recht markantes Outfit spendiert.

Die geometrischen Linien an der Flanke, die Verbindung von Scheinwerfern und Grill und die sehr eigenständige Lichtgrafik am Heck geben dem Tucson einen hohen Wiedererkennungswert. In der Masse der SUVs zumindest geht der Koreaner nicht unter.

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Auch im Interieur gibt sich der Tucson hochmodern. Was besonders auffällt, wenn man sich für die Automatikversion entscheidet. Auf der Mittelkonsole fehlt der Gangwählhebel. Ihn ersetzen flache Tasten. Denn eingelegt werden die Fahrstufen elektronisch durch „Shift-by-wire“-Technik. Die klassische mechanische Verbindung hat ausgedient.

Das Cockpit dominiert der über zehn Zoll große Touchscreen in der Armaturenbrettmitte. Über ihn lassen sich so gut wie alle Menüpunkte steuern. Vieles geht natürlich auch über Sprache. Konventionelle Schalter und Knöpfe haben die Designer weitestgehend verbannt. Dadurch wirkt das gesamte Cockpit-Ambiente klar, aufgeräumt, reduziert und sehr wertig.

Man fühlt sich sofort wohl im Tucson, der sich in dieser Disziplin selbst vor so mancher Premium-Marke nicht zu verstecken braucht. Ebenso wenig, was die Konnektivität angeht. So läuft beispielsweise die Navigation über eine Hyundai-eigene Cloud, arbeitet damit schneller, präziser und vor allem aktueller.

Mehr Platz im Innen- und Kofferraum

Gegenüber seinem Vorgänger ist der neue Tucson mit einer Länge von 4,50 Metern nur um wenige Millimeter gewachsen, bietet aber aufgrund seiner komplett neu entwickelten Plattform einen geräumigeren Innenraum. Im Fond sitzen Erwachsene jetzt deutlich bequemer. Das Kofferraumvolumen wuchs um 33 Liter auf 620 Liter. Liegen die Rücksitzlehnen (dreiteilig) flach, passen bis zu 1.799 Liter in den Tucson, ein Niveau, was viele Mittelklasse-Kombis nicht bieten.

Mit der Neuentwicklung der vierten Generation kommen auch modernste Antriebe zum Einsatz. Hier geht es vor allem um das Thema Elektrifizierung. Nie zuvor hatte der Kunde in diesem Fahrzeugsegment eine größere Auswahl an elektrifizierten Motoren. Bis auf die beiden Einstiegsversionen, dem 1,6-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS und dem 1,6-Liter-Diesel mit 85 kW/115 PS, sind alle weiteren Varianten entweder als Mild-Hybrid (48-Volt-System) oder als Vollhybrid konzipiert. Letzteren konnten wir erstmals fahren.

Im „1.6 T-GDI HEV“, wie der Hybrid offiziell heißt, arbeiten ein Vierzylinder-Turbobenziner (132 kW/180 PS) und ein Elektromotor (44 kW/60 PS) zusammen und erreichen so eine Systemleistung von 169 kW/230 PS. Damit ist der Hybrid-Tucson (ab 34.500 Euro) derzeit die stärkste Version innerhalb der Baureihe und macht das SUV zu einem sehr souveränen Fahrzeug. Leistung ist stets reichlich vorhanden. Zudem gefällt der Tucson durch guten Komfort sowie durch geringe Motor-, Abroll- und Windgeräusche.

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