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BMW 4er: Coupé mit eigenem Charakter

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Früher ließ sich im Rückspiegel eine BMW-3er-Limousine nicht von dessen Coupé-Variante unterscheiden. Diese Zeit ist nun vorbei: Das 4er-Coupé will sich mit mächtiger „Niere“, aber auch mit sportlicherem Fahrverhalten deutlich abgrenzen.

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Technisch ist das 4er Coupé weitgehend mit der viertürigen Limousine identisch. Die Karosserie ist jedoch ein Unikum und weicht in allen Teilen vom normalen 3er ab.
Technisch ist das 4er Coupé weitgehend mit der viertürigen Limousine identisch. Die Karosserie ist jedoch ein Unikum und weicht in allen Teilen vom normalen 3er ab.
(Bild: BMW)

Es ist noch nicht lange her, da mussten sich die Designer bei BMW den Vorwurf gefallen lassen, nur „Russische Puppen“ zu entwerfen. Der Autofahrer könne kaum einen 3er vom 5er oder einen X1 vom X3 unterscheiden. Spätestens mit dem neuen 4er Coupé sollte dies der Vergangenheit angehören. Denn deutlicher als dieses Modell kann ein Fahrzeug sich innerhalb einer Baureihe nicht von seinen Brüdern absetzen. Das 4er-Coupé geht dieser Tage in den Handel. Die Preise starten bei 44.650 Euro.

Ansprechen will BMW mit diesem Modell hauptsächlich „extrovertiert orientierte Kunden“, die „hohe Ansprüche an Design, Dynamik und Emotionalität“ legen, wie es von Projektleiter Claus-Dieter Groll heißt. Ob man die überdimensionalen „Nieren“ – sie sollen eine Hommage an die legendären Coupés 328 und 3.0 CS sein – nun leiden mag oder nicht, sie geben dem 4er Coupé auf jeden Fall einen eigenständigen Charakter.

BMW 4er Coupé: Für „extrovertiert orientierte Kunden“
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Und man kann ziemlich sicher sein, dass die BMW-Strategen die Reaktionen auf dieses Design zuvor ausführlich in so genannten Car Clinics getestet haben. Auch die restliche Karosserie ist ein Unikum, weicht in allen Teilen vom normalen 3er ab.

Technisch jedoch ist das 4er-Coupé weitgehend mit der viertürigen Limousine identisch. Der Grund liegt in der Cluster-Architektur, auf der die gesamte Baureihe basiert. Dennoch haben die Entwickler nach dem Motto „Ein Coupé muss sich stets sportlicher anfühlen als eine Limousine“ dem 4er diverse Änderungen verpasst.

So wurden Teile der Karosseriestruktur versteift und alle Fahrwerkskomponenten neu abgestimmt. Die Hinterachse erhielt eine um 2,3 Zentimeter verbreiterte Spur und ist serienmäßig mit einer voll variablen Differentialsperre ausgestattet.

Grandiose Fahrleistungen möglich

Zudem liegt das gesamte Fahrzeug 2,1 Zentimeter tiefer. Dies merkt man recht deutlich beim Ein- und mehr noch beim Aussteigen. Man sollte sich also nicht nur jung fühlen, sondern auch sportlich noch gut unterwegs sein, damit das 4er Coupé einem nicht die Freude am Fahren trübt.

Denn davon bietet der elegante Zweitürer reichlich. Erst recht mit der „richtigen“ Motorisierung, dem Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner in Verbindung mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem. Dieses Aggregat, 275 kW/374 PS und 500 Newtonmeter stark, steckt im M440i xDrive. Erstmals trägt damit neben dem M4 (kommt 2021) ein weiterer 4er den berühmten Buchstaben der Performance-Tochter.

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