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BMW 4er: Das emanzipierte Coupé

| Autor: Andreas Wehner

BMW differenziert den 4er deutlich stärker von der 3er Limousine als bisher. Die neue Generation des Mittelklasse-Coupés kommt sowohl optisch als auch technisch mit Alleinstellungsmerkmalen daher.

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Der neue BMW 4er startet im Herbst.
Der neue BMW 4er startet im Herbst.
(Bild: BMW)

Im Oktober schickt BMW den neuen 4er ins Rennen – und anders als bisher unterscheidet sich das Coupé deutlich von seinem Limousinen-Bruder 3er – sowohl optisch als auch technisch.

Am deutlichsten kommt diese neue Differenzierung bei der Frontgestaltung zum Ausdruck: Die große, aufrechtstehende Niere wirkt brachialer und betont die Sportlichkeit des Coupés im Gegensatz zur eleganteren Front der 3er Limousine. Sie soll auf die Tradition legendärer Coupés der Marke hinweisen und den hohen Kühlluftbedarf der sportlichen Antriebstechnik veranschaulichen. Die Niere ist von flachen LED-Scheinwerfern flankiert, die optional auch mit Laserlicht erhältlich sind.

BMW 4er: Das emanzipierte Coupé

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Anders als bisher haben die Designer dem Coupé eine komplett eigenständige Karosserie mit höherer Verwindungssteifigkeit geschneidert. Zudem verfügt der 4er im Vergleich zum 3er über eine um 23 Millimeter breitere Hinterachs-Spur, einen niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt sowie eine eigene, sportlichere Dämpferabstimmung.

An den Verkaufsstart geht der 4er in vier Motorvarianten. Erstmals bringt BMW in der Mittelklasse mit dem M440i X-Drive Coupé einen neuen 275 kW/374 PS starken Sechszylinder-Benziner. Zudem sind zwei Vierzylinder-Ottomotoren und ein Vierzylinder-Diesel im Angebot. Im März 2021 will BMW zwei Sechszylinder-Diesel nachlegen. Der große Benziner sowie alle Dieselantriebe verfügen über einen 48-Volt-Startergenerator, der den Verbrenner mit einer Zusatzleistung von 8 kW/11 PS unterstützt.

Bei den Sechszylinder-Modellen ist die Allradtechnologie X-Drive Serie, der kleine Diesel ist optional mit zwei angetriebenen Achsen bestellbar. Alle Modellvarianten sind serienmäßig mit Achtgang-Automatik ausgestattet.

Innen sind Sportsitze und ein Sportlenkrad Standard. Zudem kommt der 4er mit einem mit bis zu 10,25 Zoll großem Kontrolldisplay sowie optional mit einem volldigitalen Kombiinstrument. Eine 3-Zonen-Klimaautomatik und ein Ablagenpaket gehören zur Serienausstattung. Hinten befinden sich zwei Sitzplätze mit Einzelsitzcharakter. Dabei ist die Fondsitzlehne im Verhältnis 40:20:40 teilbar. Der Kofferraum 440 Liter Platz.

Es geht noch sportlicher

Alternativ zur Serienausstattung bietet BMW eine M-Sport-Variante an. Sie umfasst unter anderem besonders große Lufteinlässe an der Front, eine veränderte Heckschürze, ein Sportfahrwerk und 18-Zoll-Räder. Mit dem Sportpaket Pro können Käufer ihren 4er mit 19-Zoll-Rädern, einem Sportgetriebe und einem Heckspoiler weiter aufwerten. Mit dabei ist dann auch ein Sound-System von Harman Kardon.

Die Preise sind noch nicht bekannt. Während der 3er bei 36.500 Euro startet, dürfte das höher motorisierte und besser ausgestattete 4er Coupé deutlich weiter oben einsteigen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«