Neue CO2-Vorgaben BMW-Chef warnt vor Verboten und Beschränkungen

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Grün ist gut, aber bitte nicht mit der Brechstangentaktik: Oliver Zipse warnt vor zu strengen Klimaschutz-Vorgaben der EU. Es sollte jede verfügbare Technologie zum Einsatz kommen. BMW hält länger am Verbrenner fest als viele andere Autobauer.

Firmen zum Thema

Oliver Zipse ist BMW-Chef und Präsident des europäischen Autoverbands ACEA.
Oliver Zipse ist BMW-Chef und Präsident des europäischen Autoverbands ACEA.
(Bild: ampnet/BMW)

Der BMW-Chef und Präsident des europäischen Autoverbands ACEA, Oliver Zipse, hat vor einer von Verboten und Beschränkungen getriebenen Klimapolitik gewarnt. Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Europa solle jede verfügbare Technologie genutzt werden, sagte der Manager am Dienstag (22. Juni) auf einer Veranstaltung des Online-Portals „Politico“. Hintergrund ist, dass im Juli auf EU-Ebene überarbeitete CO2-Standards für Autos und Vans erwartet werden.

Zudem betonte Zipse, dass der Wandel des Automobilsektors in vollem Gange sei. Man werde zu dem Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral zu gestalten, beitragen. Unter den richtigen Umständen sei man auch zu höheren CO2-Reduktionszielen bis 2030 bereit.

Am Montag (21. Juni) hatte Zipse in einem Interview die Strategie seines Konzerns verteidigt, langsamer als etwa der heimische Konkurrent Audi aus der Produktion klassischer Verbrennermotoren auszusteigen. „Die wahren Entscheider in unserer Industrie sind die Kunden. Und die sollte man nie aus den Augen verlieren“, sagte der Manager der „Passauer Neuen Presse“ und dem „Donaukurier“. Er verwies auf Pläne des Konzerns, 2030 die Hälfte der Autos mit rein batterieelektrischem Antrieb zu verkaufen.

(ID:47477562)