BMW-Chef will CO2-Emissionen 2020 um ein Fünftel senken

Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Der BMW-Vorstandsvorsitzende Oliver Zipse ist sich sicher, die CO2-Ziele der EU in diesem Jahr erfüllen zu können. Der Konzern setzt dabei auf zwei Drittel E-Modelle und ein Drittel effizientere Verbrenner. Verfehlt BMW die Vorgaben, drohen milliardenschwere Strafen.

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(Bild: BMW)

Der bayrische Autobauer will in diesem Jahr einen großen Schritt zur Erfüllung der EU-Emissionsvorgaben beim klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) machen. „Alleine in diesem Jahr werden wir in Europa eine Verbesserung von rund 20 Prozent erzielen“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in Bochum auf einem Branchenkongress laut Redetext. Das solle zu einem Drittel über effizientere Verbrennungsmotoren geschehen und zu zwei Dritteln über Elektromotoren. „Wir werden unsere Ziele erreichen“, meinte der seit August amtierende Vorstandschef des Dax-Konzerns.

Schon kommendes Jahr soll der Anteil von elektrifizierten Antrieben bei BMW in Europa 25 Prozent erreichen – 2025 dann ein Drittel. In drei Jahren will Zipse 25 elektrisch angetriebene Modelle auf der Straße haben, rund die Hälfte davon rein batteriebetrieben. BMW investierte 2018 rund 6,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. „2019 ist diese Summe noch einmal gestiegen“, sagte Zipse.

Nur leichter CO2-Rückgang 2019

Zwar hat BMW die Emissionsdaten seiner Flotte für das vergangene Jahr noch nicht offengelegt. Ausgehend von 128 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer 2018 hatte BMW aber trotzdem nur einen leichten Emissions-Rückgang für 2019 in Aussicht gestellt. Im abgelaufenen Jahr hatte das Unternehmen mit knapp 146.000 Fahrzeugen auch nur knapp mehr elektrifizierte BMW und Mini verkauft. Reine Elektroautos gelten als wirksamstes Mittel, um den Flottenausstoß zu senken. BMW setzt aber auch stark auf Plug-in-Hybride.

Die Autobauer müssen in der EU spätestens 2021 im Schnitt einen durchschnittlichen Ausstoß von 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer bei den neu verkauften Autos einhalten. Wer schwerere Fahrzeuge baut, darf auch etwas höher liegen. Bei BMW rechnen Experten und Unternehmen mit Grenzwerten von gut 100 Gramm. 2020 gelten noch Übergangsregelungen – bei Verfehlen der Flottenziele drohen aber je nach Herstellergröße milliardenschwere Strafen.

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