BMW Elektro-Strategie: Starkstrom aus Bayern

2025: Ein Viertel der Produktion elektrifiziert

| Autor: sp-x

Der BMW i Vision Dynamics gab auf der IAA 2017 einen Ausblick auf ein künftiges E-Modell.
Der BMW i Vision Dynamics gab auf der IAA 2017 einen Ausblick auf ein künftiges E-Modell. (Bild: BMW)

Mit der strategischen Ausrichtung und Zukunftsthemen halten sich Autohersteller gewöhnlich gerne zurück. Motto: Die Konkurrenz muss nicht alles wissen. BMW bildet da keine Ausnahme. Eindeutige Hinweise jedoch, wie sich die bayerische Premiummarke in den kommenden Jahren beim großen Thema Elektrifizierung aufstellen will, könnte man auf dem Patentamt erhalten. Dort ließ sich BMW die Namensrechte für i1 bis i9 und für iX1 bis iX9 eintragen. Damit dürfte modelltechnisch so alles abgedeckt sein, was es in den nächsten zehn Jahren aus München zu kaufen gibt.

Das „i“ steht dabei nach wie vor für den rein elektrischen und elektrifizierten Antrieb (Plug-in-Hybrid). Ersteres bildet der i3 ab, seit Ende 2013 im Markt und bislang weltweit das meistverkaufte E-Modell im Kompakt-Premium-Segment. Über 90.000 i3 stromern bereits in vielen Ländern umher. Plug-in-Hybride verkaufen die Bayern in Form von Mini Countryman, BMW 2er Active Tourer, 3er, 5er, 7er und X5.

Keine Automarke kann hier mithalten, bietet mehr elektrifizierte Modelle an und verkauft mehr von ihnen als BMW. „In diesem Jahr waren es über 100.000 Einheiten“, sagt Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich, und ergänzt: „Wir werden künftig alle unsere Marken elektrifizieren, also BMW, Mini und Rolls-Royce.“ Bis 2025 soll mindestens ein Viertel der gesamten Produktion elektrisch oder teilelektrisch vom Band rollen. Das wären jährlich über 600.000 Autos. 13 Plug-in-Hybride und zwölf reine Batterie-Fahrzeuge soll es dann geben.

Großen Zahlen und tolle Prognosen. Allerdings: Ähnliches verkünden auch andere Hersteller. BMW glaubt jedoch, auf diesem Gebiet die „höchste Kernkompetenz“ zu besitzen. Seit dem milliardenteuren „Project i“ von vor zehn Jahren, aus dem 2013 das Karbon-Auto i3 und 2014 der Hybrid-Sportwagen i8 hervorgingen, hat man reichlich Erfahrung gesammelt. Sei es im Umgang mit dem ultraleichten Werkstoff Karbon oder mit allem, was zum E-Antrieb gehört: Batterie, Ladetechnik, Leistungselektronik, Elektromotor.

Bis zu 700 Kilometer Reichweite

Derzeit befindet sich BMW nach eigenen Angaben elektrotechnisch in der dritten Generation. Die fünfte Generation (ab 2021) sieht das volle Programm vor: neue Architekturen, stärkere Batterien, größere Reichweiten von bis zu 700 Kilometern, Motoren mit einer Leistungsbandbreite von 100 bis 300 Kilowatt, je nach Größe und Art des Modells.

Und bis dahin? Kommt als Zwischenschritt Generation vier. Sie beinhaltet mehr Reichweite und Leistung für die Plug-in-Modelle und den i3 ebenso wie einen Elektroantrieb für den dreitürigen Mini (ab 2019) und den jüngst erneuerten X3 (ab 2020). Beide Fahrzeuge bilden eine Art Übergangslösung, weil hier der Elektroantrieb in jeweils eine bestehende Plattform integriert wurde.

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