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BMW muss beim Mini Countryman Plug-in-Hybrid nachbessern

Autor: Andreas Wehner

Ein Kilometer macht den Unterschied – um so viel unterschreitet der Mini Countryman Plug-in-Hybrid nämlich die ab 2022 für derartige Fahrzeuge geforderte elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern. Der Hersteller will’s per Software-Update richten.

Der Mini Countryman Plug-in-Hybrid schafft nicht die angegebene elektrische Reichweite.
Der Mini Countryman Plug-in-Hybrid schafft nicht die angegebene elektrische Reichweite.
(Bild: Mini)

Die Plug-in-Hybrid-Variante des Mini Countryman schafft unter Umständen nicht die angegebene rein elektrische Reichweite. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch berichtete, sind bei dem Auto 60 Kilometer angegeben. Bei einer konzerninternen Prüfung habe man festgestellt, dass die Reichweite mitunter nur 59 Kilometer betrage, bestätigte ein BMW-Sprecher der Zeitung. Das habe man der zuständigen Zulassungsbehörde in Irland gemeldet, die daraufhin einen Auslieferungsstopp angeordnet habe.

Der Konzern hat jetzt ein Software-Update angekündigt, das das Batteriemanagement verändert und somit den fehlenden Kilometer herauskitzeln soll. Weitere Abweichungen, etwa beim CO2, gebe es nicht, so der Sprecher.

Dieser eine Kilometer Unterschied würde ab 2022 dafür sorgen, dass das Auto nicht mehr die Voraussetzungen für den Umweltbonus erfüllt. Bis Ende 2021 gilt dafür noch eine elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern, ab dem folgenden Jahr sind es 60 Kilometer.

Kein großer Reichweitenpuffer geplant

Gemessen wird übrigens noch nach dem älteren Fahrzyklus NEFZ – ein Zugeständnis der Politik an die Autobauer. Nach WLTP kommt der Mini Countryman Plug-in-Hybrid laut Herstellerangabe nur mit Strom lediglich 44 bis 52 Kilometern weit.

„Es mag schwer zu verstehen sein, aber wir haben keine Veranlassung, einen großen Reichweitenpuffer über das gesetzlich Geforderte hinaus einzubauen“, sagte der BMW-Sprecher der „Süddeutschen Zeitung“. Man befinde sich in einem scharfen Wettbewerb.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«