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BMW-Neustart in Augsburg: Reisacher vollendet Großprojekt

| Autor: Christoph Seyerlein

Seine bisherigen zwei Betriebe in Augsburg hat der BMW-Händler Reisacher aufgelöst, um nach Vollendung des größten Bauprojekts in der Firmengeschichte das neue Autohaus an der Ammanstraße 1 zu beziehen. Entstanden ist laut Geschäftsführer Peter Reisacher eine „große, grüne Oase“.

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Mit seinem neuen Autohaus in Augsburg will Reisacher unter anderem Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen.
Mit seinem neuen Autohaus in Augsburg will Reisacher unter anderem Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen.
(Bild: Reisacher)

Bislang war das Autohaus Reisacher in Augsburg mit zwei Standorten in Göggingen und Lechhausen aktiv. Seit dem 10. August ist das Geschichte: Denn vergangene Woche hat der BMW- und Mini-Händler nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit seinen neuen Betrieb an der Ammannstraße 1 in Lechhausen eröffnet und die beiden anderen Standorte im Zuge dessen aufgelöst. Damit hat die Gruppe das größte Bauvorhaben ihrer Geschichte vollendet.

Das neue Areal umfasst eine Fläche von rund 36.000 Quadratmetern, wie das Online-Portal „b4bschwaben.de“ berichtet. Auf dem Außengelände gibt es 100 Kundenparkplätze. Im Erdgeschoss sind die Schauräume von BMW, Mini und BMW Motorrad untergebracht. Auch die Marken Alpina, BMW i und BMW M sind integriert. Im Obergeschoss erwartet Interessenten eine Gebrauchtwagenausstellung mit bis zu 200 Fahrzeugen.

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Sogar dreigeschossig ist die Werkstatt. Laut „b4bschwaben.de“ hat jeder Monteur neben dem notwendigen Werkzeug auch Zugriff auf eine sogenannte E-Box. Durch diese fließen Daten, Strom, Druckluft und zwei Ladebuchsen sorgen für eine gleichbleibende Spannung der Fahrzeugbatterie beim Fahrzeugaufenthalt. An der Wand ist ein Dosiersystem mit Wasser, drei verschiedenen Ölen und neuerdings auch AdBlue angebracht. „Das spart Zeit“, zitiert das Portal Geschäftsführer Peter Reisacher. Vier Arbeitsplätze widmen sich dem Thema Lack.

Der Radwechsel soll bei Reisacher vollautomatisiert ablaufen. An insgesamt fünf Arbeitsplätzen werden die Räder getauscht. Über 100 Radwechsel sind dem Autohaus zufolge pro Tag möglich. Abmontierte Radsätze durchlaufen im Anschluss ein vollautomatische Räder- und Reifenwaschanlage. Diese wird mit zu 100 Prozent biologisch aufbereitetem Brauchwasser aus der innenliegenden Waschstraße betrieben. Apropos Waschstraße: Pro Waschvorgang will Reisacher dank der biologischen Aufbereitung nur 15 Prozent Frischwasser verwenden.

Besonderer Wert liegt auf der Nachhaltigkeit

Nicht nur das zeigt: Dem Händler ist das Thema Nachhaltigkeit besonders wichtig. Beispielsweise befindet sich auf dem Dach auch eine riesige Photovoltaikanlage. Unter anderem will Reisacher damit alle Ladevorgänge an E-Autos durchführen. „Es soll alles eine große, grüne Oase werden. Dafür renaturieren wir auf unserem Gelände den Siebenbrunnenbach und drei Bienenstöcke aus dem Reisacher Bienenreich werden angesiedelt. Es ist ein Schmuckstück“, erklärte Peter Reisacher dem Onlineportal.

Wie viele Fahrzeuge das Unternehmen an seinem neuen Standort verkaufen will, wollte es auf Nachfrage nicht verraten. Auch zur Höhe der Investition machte Reisacher keine Angaben. Zum Start arbeiten rund 150 Beschäftigte im neuen Augsburger Autohaus. In Zukunft wolle die Gruppe aber noch weitere Arbeitsplätze in der Region schaffen, teilte Reisacher mit.

Der BMW- und Mini-Händler ist mit Betrieben an den Standorten Augsburg, Memmingen, Ulm, Landsberg, Krumbach und Günzburg aktiv. Für Reisacher arbeiten über 500 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen rund 11.500 Neu- und Gebrauchtwagen ab und erzielte einen Umsatz von mehr als 320 Millionen Euro.

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