BMW rechnet mit weniger Marge im Kerngeschäft

Hoffnung auf Normalisierung nach einigen Wochen

| Autor: Andreas Wehner

BMW-Finanzchef Nicolas Peter
BMW-Finanzchef Nicolas Peter (Bild: BMW)

BMW erwartet aufgrund der Coronakrise deutliche Belastungen. Für das Kerngeschäft rechnet Finanzchef Nicolas Peter mit einer operativen Marge von nur noch zwischen 2 und 4 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei 4,9 Prozent – und damit schon deutlich unter dem mittelfristigen Ziel des Autobauers von 8 bis 10 Prozent.

Beim Absatz rechnet BMW inzwischen einen deutlichen Rückgang. Ursprünglich war der Konzern davon ausgegangen, die Verkäufe in diesem Jahr leicht steigern zu können. Die Nachfrage in Europa wird nach Ansicht des BMW-Managements aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, zu denen auch die Schließung von Autohäusern gehört, kurzfristig stark zurückgehen. Daher setzt der Autobauer die Produktion in den europäischen Werken ab sofort einen Monat lang aus.

Dagegen hatte der Autobauer die chinesischen Werke zuletzt wieder hochgefahren. Laut Vertriebschef Pieter Nota nehmen dort die Auftragseingänge bereits wieder zu. BMW hofft, dass sich die Absatzsituation auch in anderen Märkten nach einigen Wochen wieder normalisieren wird.

Ergebnis wird weiter sinken

Das Konzernergebnis vor Steuern wird laut Peter 2020 noch einmal deutlich unter dem Vorjahr liegen. Es war bereits 2019 um 26,1 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Ohne die Coronakrise hätte BMW hier eine deutliche Steigerung geplant.

Unterm Strich hatte BMW im vergangenen Jahr mit 5 Milliarden Euro 29 Prozent weniger verdient – und das, obwohl der Umsatz erstmals über 100 Milliarden Euro geklettert war. Beim Absatz hatte der Autobauer um 2 Prozent auf 2,54 Millionen Autos zugelegt.

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