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BMW-Rückrufe: Airbag und Kopfstütze

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Eine neue Runde im Takata-Debakel führt diesmal 66.200 ältere BMW 3er und 5er in die Werkstatt. Ein Kopfstützentausch steht bei 16.000 Einheiten der aktuellen 3er-Baureihe an, allerdings zum größten Teil vor Auslieferung.

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Bei älteren BMW 3ern werden die Airbags überprüft.
Bei älteren BMW 3ern werden die Airbags überprüft.
(Foto: BMW)

Auch bei BMW gibt es in Folge des Takata-Airbagdebakels einen weiteren Rückruf für weltweit 66.200 Fahrzeuge, davon 22.550 in Deutschland. Einbestellt würden diesmal jene 3er- und 5er-Modelle, die nicht Bestandteil einer 2017 gestarteten Aktion für den Fahrerairbag waren. Aufgrund einer Lenkradumrüstung oder eines früher vollzogenen Tausches könnte das Problem aber auch für sie relevant sein.

„Wir erwarten, dass nur bei einem geringen Teil der betroffenen Fahrzeuge der Fahrerairbag ersetzt werden muss, maximal bei 20 Prozent“, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Es würden nur die älteren Baureihen E46 und E39 überprüft beziehungsweise repariert. Sie stammen aus dem Produktionszeitraum 7. April 1999 bis 10.Dezember 2003. Für die Aktion mit dem internen Code „0032930200“ ist maximal eine halbe Stunde vorgesehen.

Ganz frisch sind dagegen die BMW, um die es im zweiten Rückruf geht. In diesem Jahr liefen zwischen 28. Juni und 1. August ziemlich genau 16.000 Exemplare des 3er vom Band, bei denen die Verriegelung der mittleren Kopfstütze fehlerhaft sein könnte. Betroffen seien Modelle mit der Sonderausstattung „SA5DC“ (Fondkopfstütze klappbar) beziehungsweise „SA465“ (Durchladesystem). Nur 700 Fahrzeuge sind den Angaben zufolge weltweit in Kundenhand. „Die Restlichen werden beziehungsweise wurden vor Auslieferung repariert“, sagte der Sprecher.

Um ein Umklappen der Kopfstütze und damit ein Verletzungsrisiko auszuschließen, ersetzt die Vertragswerkstatt die mittlere Fondkopfstütze. Hierfür ist etwa eine halbe Stunde eingeplant. Der Aktionscode lautet „0052910100“ und gilt in Deutschland für knapp 2.100 Einheiten, wobei offen ist, wie viele davon tatsächlich nicht mehr beim Händler sind.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist