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BMW tauscht geleaste Diesel bei Fahrverboten ein

| Autor: Jakob Schreiner

Sollte es zu einem Fahrverbot kommen, sollen BMW-Kunden sollen künftig ihren Diesel umtauschen können – zumindest wenn dieser geleast wurde. Daneben hat der Hersteller noch weitere Klauseln in das Vertragswerk eingebaut.

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Die Aktion von BMW startet am 15. März 2018.
Die Aktion von BMW startet am 15. März 2018.
(Bild: BMW)

Der Autobauer BMW kündigt ein Diesel-Rücknahmeversprechen für Leasingkunden eines Neu- oder Vorführwagens an. Kommt es während der Vertragsdauer in einem Umkreis von 100 Kilometern um den Erstwohnsitz oder der Arbeitsstätte des Kunden zu einem Fahrverbot, tritt das Versprechen in Kraft, teilte BMW am Freitag mit. Dann kann der Kunde das betroffene Fahrzeug umtauschen – muss aber in einen vergleichbaren Anschlussvertrag mit der BMW Bank eintreten.

Die Aktion begründet Vertriebsleiter Peter van Binsbergen damit, dass Kunden die „optimale Antriebsform wählen, ohne sich von der aktuellen Diskussion verunsichern zu lassen.“ Die Münchner sind mit einer derartigen Aktion aber nicht die Ersten. Bereits im November lobte Nissan für 500 Euro eine „Innenstadtgarantie“ aus, die den Kunden vor Diesel-Fahrverboten schützen soll. Wie Nissan hat auch BMW einige Klauseln in das Vertragswerk eingebaut. Auch Peugeot hat seinen Kunden ein ähnliches Versprechen bereits gegeben.

Folgende Bedingungen müssen BMW-Kunden erfüllen, um bei Fahrverboten vom Umtauschrecht Gebrauch machen zu können:

  • Die Rückgabemöglichkeit gilt für Leasingverträge für Neufahrzeuge und Vorführwagen der Marken BMW und Mini, die in der Zeit vom 15.3.2018 bis 30.6.2018 beantragt werden.
  • Das Diesel-Rücknahmeversprechen greift, wenn eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach der Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27.2.2018 ein Fahrverbot ausschließlich für Dieselfahrzeuge innerhalb einer Gemeinde im deutschen Bundesgebiet anordnet. Als ein solches Fahrverbot gilt, wenn die Einfahrt in dieses Gebiet oder die Durchfahrt innerhalb des Gebietes für ein solches Dieselfahrzeug einmalig an einem Wochentag (Werktag, Sonn- und Feiertage) untersagt wird.
  • Die vom Fahrverbot betroffene Gemeinde befindet sich innerhalb eines Radius von 100 Kilometern um den melderechtlichen Erstwohnsitz oder um die Arbeitsstätte des Leasingnehmers. Das Fahrverbot tritt während der Laufzeit des Leasingvertrages in Kraft und gilt für das vertragsgegenständliche Fahrzeug.
  • Der Kunde muss in einen vergleichbaren Anschlussvertrag mit der BMW Bank GmbH eintreten. Als vergleichbarer Anschlussvertrag gilt dabei ein Leasingvertrag, der im Vergleich zum bisherigen Leasingvertrag einen maximal 15 Prozent geringeren Fahrzeug-Grundpreis vorsieht. Ebenso ist als Anschluss ein Finanzierungsvertrag möglich, der den gleichen oder einen höheren Fahrzeug-Kaufpreis im Vergleich zum Fahrzeug-Grundpreis des bisherigen Leasingvertrages vorsieht. Der Anschlussvertrag darf nicht widerrufen sein.
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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik