BMW trotz leichtem Absatz-Zuwachs hinter Mercedes und Audi

Autor: Andreas Wehner

Der BMW-Konzern hat im Juli 0,2 Prozent mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz der Kernmarke BMW stieg um 0,7 Prozent auf 155.000 Einheiten. Das reichte im Juli nur für Platz drei unter den Premiumherstellern.

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BMW hat die Produktion des X3 in China aufgestockt und kann nun die Nachfrage dort besser bedienen.
BMW hat die Produktion des X3 in China aufgestockt und kann nun die Nachfrage dort besser bedienen.
(Bild: BMW)

Der BMW-Konzern hat im Juli weltweit unwesentlich mehr Pkw verkauft als vor einem Jahr. 181.000 Einheiten der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce entsprachen einem Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Juli 2017, wie der Autobauer am Montag mitteilte. Seit Jahresbeginn wuchs der Absatz des Münchner Autobauers um 1,6 Prozent auf 1,424 Millionen Pkw.

Dass die Verkäufe im Juli nicht ins Minus rutschten, verdankte der Hersteller dem Asiengeschäft, wo der Konzern 3,9 Prozent mehr Autos verkaufte als ein Jahr zuvor. BMW hatte die Produktion des X3 zuletzt unter anderem in China aufgestockt. Das wirke sich bereits positiv aus, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Auf dem chinesischen Markt betrug das Absatzplus des BMW-Konzerns 7,8 Prozent.

Dagegen musste der Autobauer in Europa ein Minus von 2,1 Prozent hinnehmen. Deutliche Rückgänge gab es dabei auf den wichtigen Märkten Deutschland (-14 %) und Großbritannien (-13 %). In Amerika lagen die Verkäufe auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Kernmarke BMW schnitt unter den deutschen Premiumherstellern im Juli am schlechtesten ab. Aufgrund eines Sondereffekts zog der Ingolstädter Konkurrent Audi an BMW vorbei. Die VW-Tochter verkaufte 165.000 Pkw (+7 %). Im Hinblick auf kommende Lieferengpässe aufgrund der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP hatte Audi den Händlern einen Vorrat an Fahrzeugen bereitgestellt, die vor September verkauft werden sollen.

Bei BMW bedeuteten 155.000 Einheiten im Juli ein leichtes Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Obwohl beim Konkurrenten Mercedes der Absatz um 7,9 Prozent eingebrochen war, lagen die Stuttgarter nach absoluten Verkäufen mit 168.000 Fahrzeugen trotzdem immer noch vor den Konkurrenten. Bei Mini gingen die Verkäufe im Juli um 2,7 Prozent zurück.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«