BMW zieht nach Gewinneinbruch die Zügel an

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Daneben sorgt sich das Unternehmen um die abkühlende Konjunktur insgesamt, um steigende Kosten für CO2-Emissionsvorgaben, negative Wechselkurseffekte und höhere Rohmaterialpreise. Schon seit längerem will der Konzern als Gegenmaßnahme die teure Angebotsvielfalt reduzieren. Nun wird zum Beispiel kein neues Modell mehr vom BMW 3er Gran Turismo mit Fließheck entwickelt.

Zu den Fragen, was die Sparbemühungen bringen sollen und ob auch ein Stellenabbau Teil des Vorhabens sein könnte, machte das Unternehmen zunächst keine konkreten Angaben. Am kommenden Mittwoch (20. März) will BMW auf der Jahrespressekonferenz einen detaillierten Ausblick auf das laufende Jahr geben.

BMW hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr Geld für neue Technik ausgegeben als im Jahr zuvor. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung kletterte um fast 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. BMW steckt wie die Wettbewerber viel in neue Elektroantriebe und Modelle.

Kooperation mit Daimler auch bei Plattformen möglich

Auch für BMW wird es daher immer wichtiger, Kosten mit Partnern zu teilen und die gleiche Technik nicht doppelt entwickeln zu müssen. Mit dem Erzrivalen Daimler legten die Münchener ihre Angebote bei Carsharing und Mobilitätsdiensten zusammen, auch beim autonomen Fahren wollen die beiden führenden deutschen Premiumhersteller künftig stärker gemeinsame Sache machen und einen gemeinsamen Standard etablieren.

Möglicherweise möglich gehen die Kooperationsbemühungen mittelfristig aber sogar darüber hinaus. Zwischen BMW und Mercedes-Benz liefen bereits seit Monaten vertrauliche Gespräche zur gemeinsamen Entwicklung von Plattformen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf eigene Informationen. Auf diese Weise könnten die Unternehmen Milliarden einsparen. Was dabei herauskomme, sei aber völlig offen. Die Unternehmen wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

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