Flottenmarkt Boom statt Bremsklotz

Von Andreas Grimm

Die Coronakrise und der Absturz des Neuwagenmarkts haben auch die gewerblichen Zulassungen in den Keller getrieben. Doch Prognosen, dass dieses Marktsegment an Bedeutung verliert, haben sich bislang nicht bestätigt.

Vorerst haben die Corona-Pandemie und eine verminderte Dienstreisetätigkeit noch keinen negativen Einfluss auf das Flottengeschäft.
Vorerst haben die Corona-Pandemie und eine verminderte Dienstreisetätigkeit noch keinen negativen Einfluss auf das Flottengeschäft.
(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Angesichts der steigenden Zahl gewerblicher Neuzulassungen haben viele Fabrikate mit Qualifizierungen zu Großkunden-Leistungszentren (bzw. den markenspezifischen Entsprechungen) ihre Vertriebspartner fit gemacht für die speziellen Anforderungen der Firmen- und Flottenkunden. Doch dann kam Corona – keine Dienstreisen, keine Präsenztermine, nur noch Homeoffice und Zoom-Meetings. Als dann im Herbst 2020 die Unternehmensberatung PwC den Mobilitätsmarkt untersuchte, schien es um das Geschäftsfeld geschehen: 61 Prozent weniger Dienstreisen ermittelte die repräsentative Befragung „Wie Covid-19 die Mobilität in Deutschland bewegt“.

Im ersten Coronajahr waren allerdings nicht nur Dienstreisen, sondern war die gesamte Mobilität deutlich eingeschränkt, sodass der berufliche Reiserückgang nicht aus dem Rahmen fiel. Gleichzeitig verzichteten viele Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel, der Privat- oder Dienstwagen wurde – wenn schon notwendig – das Reisemittel der Wahl. Unter dem Strich sanken die gewerblichen Neuzulassungen im Jahr 2020 um 12 Prozent, während der Gesamtmarkt um 19 Prozent schrumpfte. „Gewinner der Pandemie sind die individuellen Verkehrsmittel“, konstatierte letztlich auch PwC.