Suchen
+

Borgward: Ambitionierte Pläne

| Redakteur: Andreas Wehner

Auf dem Genfer Salon hat die Traditionsmarke ihre Rückkehr angekündigt. Dahinter steht ein chinesischer Nutzfahrzeughersteller. Das erste Modell soll 2016 starten, neun weitere sollen folgen.

Stellten die Pläne von Borgward auf dem Genfer Autosalon vor: (v. li.) Chefdesigner Einar Hareide, Rennfahrerlegende Sir Stirling Moss, Gründerenkel und Aufsichtsratschef Christian Borgward und Aufsichtsratsvize Karlheinz L. Knöss.
Stellten die Pläne von Borgward auf dem Genfer Autosalon vor: (v. li.) Chefdesigner Einar Hareide, Rennfahrerlegende Sir Stirling Moss, Gründerenkel und Aufsichtsratschef Christian Borgward und Aufsichtsratsvize Karlheinz L. Knöss.
(Foto: Borgward)

Borgward plant die Rückkehr – und die Messlatte für das Comeback haben die Verantwortlichen selbst sehr hoch gelegt. „Unsere Vision ist, einer der Top-Player in der internationalen Automobilindustrie zu werden“, sagte Karlheinz Knöss, Vizepräsident des Aufsichtsrats der Borgward AG, auf der Pressekonferenz des Unternehmens Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon. Ein Auto gab es da allerdings noch nicht zu sehen. Das erste Modell der Marke soll seine Weltpremiere im September auf der IAA in Frankfurt feiern und ein SUV sein. Am Markt starten will Borgward damit 2016. Anschließend sollen jedes Jahr zwei bis drei Modelle folgen.

Dabei will das Unternehmen Vollsortimenter werden. „Wir wollen alle Segmente bedienen – von der Kompaktklasse bis zu einer großen Limousine“, sagte Knöss im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Zehn Baureihen will der Autobauer auf den Markt bringen. „Unser Ziel ist, 2020 weltweit 800.000 Fahrzeuge zu verkaufen. 2025 sollen es dann 1,6 Millionen sein“, kündigte Knöss vollmundig an. Zusammen mit Knöss arbeitet nun seit angeblich zehn Jahren Christian Borgward, der Enkel des ursprünglichen Firmengründers Carl F. W. Borgward, am Comeback der Marke. Als Chefdesigner haben die beiden sich den früheren Saab-Designdirektor Einar Hareide ins Boot geholt.