Borgward BX7 kommt 2017 nach Deutschland

Autor Andreas Wehner

Die wiederauferstandene Marke Borgward will ihr SUV ab Mitte 2016 zunächst bei rund 100 Händlern in China verkaufen. Ein Jahr später soll das Auto auch in Deutschland starten.

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Der Borgward BX7 war bei seiner Premiere in Frankfurt von Journalisten umlagert.
Der Borgward BX7 war bei seiner Premiere in Frankfurt von Journalisten umlagert.
(Foto: Wehner)

Die wiederauferstandene Marke Borgward will ihr SUV BX7 ab Mitte kommenden Jahres zunächst bei rund 100 Händlern in China verkaufen. Das Händlernetz soll dann sukzessive ausgebaut werden. Konkrete Absatzpläne für 2016 nennt Borgward noch nicht. Man werde „mehr als 10.000, aber weniger als 100.000 Fahrzeuge“ verkaufen, kündigte Borgward-Chef Ulrich Walker auf der IAA gegenüber »kfz-betrieb« an.

Die aktuelle Entwicklung des chinesischen Marktes bezeichnete Walker als Normalisierung. „China ist auch weiterhin ein Wachstumsmarkt, insbesondere im SUV-Segment“, sagte der Borgward-Chef. In Peking entsteht derzeit ein Werk, das in der ersten Jahreshälfte 2016 mit der Produktion beginnen soll.

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Neben China will der Autobauer mit dem BX7 zunächst in weiteren Schwellenmärkten an den Start gehen. Nach Europa – und damit auch nach Deutschland – soll das Auto 2017 kommen. „Unser Ziel ist es, mittel- und langfristig auf allen wichtigen Märkten präsent zu sein“, sagte Walker. Geplant sind dann auch regionale Produktionsstandorte – auch in Europa. Da sich das jedoch erst bei größeren Stückzahlen lohnt, will das Unternehmen zunächst mit einer CKD- oder SKD-Produktion arbeiten.

Der BX7 ist auf der IAA erstmals als seriennaher Prototyp öffentlich zu sehen. Optisch ist das Auto keine Reminiszenz an die klassischen Borgward-Modelle. „Wir wollten kein Retroprodukt machen. Kein Schnickschnack, sondern Funktionalität“, sagte Walker bei der Vorstellung des Modells. Auch der Name erinnert nicht mehr an früher, als die Modelle „Isabella“ oder „Hansa 2400“ hießen. Stattdessen eine Ziffern-Zahlen-Kombination: „B“ steht für Borgward, „X“ für den Allradantrieb und „7“ für die Größe des Autos in der Modellpalette.

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Das 4,71 Meter lange SUV bietet Platz für bis zu sieben Personen. Dabei ist die Bestuhlung variabel konfigurierbar: fünf, sechs oder sieben Sitze sind möglich. Unter der Haube steckt ein Zwei-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turbounterstützung. Er leistet 165 kW/224 PS, die per permanentem Allradantrieb auf alle vier Räder verteilt werden.

Daneben zeigt Borgward in Frankfurt auch eine Plug-in-Hybrid-Variante. Hier treibt der Benziner lediglich die Vorderachse an, während an der Hinterachse ein Elektromotor je nach Bedarf für zusätzlichen Vortrieb sorgt. Der Plug-in-Hybrid erreicht so eine Systemleistung von 295 kW/401 PS und hat eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometern.

Borgward will jedes Jahr zwei neue Modelle auf den Markt bringen. Das könne aber auch einmal eine neue Motorvariante wie ein Plug-in-Hybrid sein, schränkte Walker ein. Derzeit sind zwei weitere SUV-Modelle in Arbeit, die unterhalb des BX 7 angesiedelt sein sollen. Anschließend ist eine Limousine geplant. Zudem gibt es Überlegungen hinsichtlich eines MPV.

Ein ausführliches Interview mit Borgward-Chef Ulrich Walker lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben des »kfz-betrieb«.

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