Borgward will nach BMW-Vorbild vermarkten

Autor Jens Rehberg

Neben Flagship-Stores und einem Online-Vertrieb will Borgward in Deutschland ab übernächstem Jahr ein Agentursystem nach dem Vorbild der E-Auto-Vermarktung von BMW aufbauen.

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Der Borgward BX7 war bei seiner Premiere in Frankfurt von Journalisten umlagert.
Der Borgward BX7 war bei seiner Premiere in Frankfurt von Journalisten umlagert.
(Foto: Wehner)

Neben Flagship-Stores und einem Online-Vertrieb soll für die Vermarktung von Borgward-Modellen in Deutschland ab übernächstem Jahr ein Agentursystem ähnlich dem Vertriebsmodell der BMW i-Fahrzeuge entstehen. Diesen Ausblick gab Borgwardchef Ulrich Walker während eines Vortrags am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in Geislingen.

In Sachen Service plant Walker allerdings ein Kooperationsmodell mit einer nicht näher bezeichneten Werkstattkette. Borgward-Fahrer würden dort speziell betreut und es solle ein eigener Servicebereich für die Marke eingerichtet werden. Damit könne man schnell einen flächendeckenden Service anbieten.

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Mit der Vorbereitung des Markteintritts sei man voll im Plan. Auch die Borgward-Fabrik in China mit einer jährlichen Produktionskapazität von 360.000 Einheiten sei startklar. Mit 50 Händlern in China seien bereits Verträge abgeschlossen worden.

Walker kündigte zudem an, dass Borgward in den nächsten Jahren jedes Jahr zwei neue Modelle auf den Markt bringen werde. Nach der Komplettierung der SUV-Palette sollten dies eine Limousine sowie ein sportliches Fahrzeugkonzept sein. Ziel sei es, mit einem breiten Angebot an Plug-in-Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen auch in Europa eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Reduktion zu übernehmen.

Konkrete erste Absatzpläne nannte der Borgwardchef aber offenbar noch immer nicht. Man werde 2016 in China „mehr als 10.000, aber weniger als 100.000 Fahrzeuge“ verkaufen, hatte Ulrich Walker auf der IAA im Herbst im Gespräch mit »kfz-betrieb« gesagt.

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