Autonomes Fahren Bosch und Daimler beerdigen gemeinsames Robotaxi

Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Kaum eine Fantasie aus dem Kosmos der Mobilität von morgen hat die deutsche Autoindustrie mehr angeregt als die fahrerlose Personenbeförderung. Warum ein gemeinsames Projekt mit diesem Ziel jetzt gegen die Wand gefahren ist, deuten die Protagonisten nur vage an.

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Diese schön gemalte Mobilitätswelt ist für Daimler und Bosch wieder in weitere Ferne gerückt.
Diese schön gemalte Mobilitätswelt ist für Daimler und Bosch wieder in weitere Ferne gerückt.
(Bild: Bosch)

Daimler und Bosch beenden die gemeinsame Entwicklung so genannter Robotaxis für den Stadtverkehr. Das sagten Sprecher beider Unternehmen am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Die Firmen hatten Software und Hardware für fahrerlose Wagen entwickelt, die in Städten unterwegs sein sollten. Bosch und der Stuttgarter Autobauer wollen die Entwicklungen den Angaben nach nun getrennt voneinander fortführen. Ein Datum für das Ende der Kooperation ist noch offen.

Herausforderungen doch „größer als gedacht“

Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger sagte der Zeitung, dass die Herausforderung, Robotaxis für den Stadtverkehr zu entwickeln, doch „größer ist, als es viele gedacht hätten“. Eine Sprecherin erklärte der dpa, für Bosch bleibe automatisiertes Fahren ein strategisches Geschäftsfeld. Die Zusammenarbeit habe Fortschritte erbracht, zum Beispiel bei der Umfeld-Wahrnehmung und der Fahrstrategie. „Die erzielten Ergebnisse sollen in die jeweilige weitere, eigenständige Entwicklung der beiden Unternehmen überführt werden.“

Ein Mercedes-Sprecher teilte mit, beide Unternehmen hätten sich einvernehmlich auf Gespräche zum Abschluss der Kooperation verständigt – „insbesondere aufgrund der bereits erreichten Meilensteine und des fortgeschrittenen technischen Stands“. Beide erklärten, in anderen Fällen weiter zusammenarbeiten zu wollen.

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