Branchenexperten diskutieren über Unfallreparatur im Zeitalter der E-Mobilität

Hohe Anforderungen an Karosseriebetriebe

| Autor: Konrad Wenz

Auch 2020 werden wieder über 1.000 Teilnehmer bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen erwartet.
Auch 2020 werden wieder über 1.000 Teilnehmer bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen erwartet. (Bild: Stefan Bausewein)

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Bereits zum elften Mal veranstaltet die Medienmarke »Fahrzeug+Karosserie«, Schwesterpublikation von »kfz-betrieb«, die Würzburger Karosserie- und Schadenstage im Vogel Convention Center in Würzburg. Das Event rund um die Karosserieinstandsetzung findet am 27. und 28. März 2020 statt unter dem Leitthema: „Die Werkstatt zwischen Elektromobilität und Fahrerassistenzsystemen – Auswirkungen auf die Unfallschadeninstandsetzung.“

Der Schwerpunkt des ersten Veranstaltungstags liegt auf der rechtlichen und gutachterlichen Betrachtung. Am zweiten geht es um die Praxis in der Werkstatt, beispielsweise um die Auswirkungen von Metallic- beziehungsweise Effektlacken auf die Funktion von Fahrerassistenzsystemen. Neben den Fachvorträgen erwarten die Besucher Livevorführungen und eine große Branchenausstellung mit 86 Unternehmen.

Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2019

Auswirkungen von E-Mobilität und FAS

Jan Rosenow, Leiter des Ressorts Service und Technik der Fachmagazine »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb«, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Elektromobilität und den vielen Neuerungen, die sie für Karosseriebetriebe mit sich bringt. Rosenow berichtet unter anderem über die unterschiedlichen Bauarten von elektrifizierten Fahrzeugen. Weiterhin erfolgt ein Ausblick auf den Automarkt: Er wird deutlich, wie viele elektrifizierte Fahrzeuge in Deutschland bereits zugelassen sind und wie sich der Markt für Verkauf und Werkstattleistungen in Zukunft entwickeln wird. Die zunehmende Zahl an E-Fahrzeugen wird definitiv Auswirkungen auf die Arbeit der Karosserie- und Lackbetriebe bei der Unfallreparatur haben.

Ein besonders wichtiges Thema für die Betriebe sind die notwendigen Schulungen und Investitionen, die nötig sind, um an batterieelektrischen oder Hybridautos schrauben zu können. Während Autowerkstätten überwiegend mit unbeschädigten Fahrzeugen zu tun haben, die für Wartung oder Reparatur spannungsfrei geschaltet werden können, bekommen Karosseriebetriebe Unfallfahrzeuge auf den Hof. Bei diesen ist nicht immer zu erkennen, ob die Sicherheitsmaßnahmen funktioniert und das Hochvoltsystem abgeschaltet haben. Karosseriebetriebe werden deshalb nicht umhinkommen, einen Fachkundigen für Hochvoltsysteme der Stufe 3 zu beschäftigen, der die Berechtigung hat, an unter Spannung stehenden Komponenten zu arbeiten.

TAK bietet Hochvoltschulungen in Würzburg an

Christian Janster von der Technischen Akademie des Kraftfahrzeughandwerks (TAK) wird während der Würzburger Karosserie- und Schadenstage insgesamt vier Kurse anbieten, die die Fachkunde der Stufe 1 abdecken (Arbeiten an eigensicheren Fahrzeugen). Sie dauern jeweils zwei Stunden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und somit ist erforderlich, sich anzumelden.

Das Programm bildet eine informative Mischung aus Fachvorträgen und Livevorführungen. Dabei richtet sich der erste Tag schwerpunktmäßig an Sachverständige, Rechtsanwälte, Versicherungen und Karosserie- und Lackbetriebe. Entsprechend dem Leitthema werden die rechtlichen Grundlagen sowie deren Auswirkungen auf die Branchenpartner behandelt. Der zweite Tag ist ein Forum für alle Werkstätten, die Karosserie- und Lackarbeiten anbieten. Hier liegt der Fokus klar auf der Technik.

Die Fachmedienmarken »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« der Vogel Communicatios Group veranstalten die „Würzburger Karosserie- und Schadenstage“ in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) und Autorechtaktuell. Unterstützt wird die Veranstaltung von den Sponsoren Adelta.Finanz, Automechanika, Carbon, DAT, Dekra und Nexa Autocolor.

Melden Sie sich jetzt auf der Website der Würzburger Karosserie- und Schadenstage an!

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