Brandgefahren bei Elektroautos: Verzögerte Zündung

Autor / Redakteur: Jakob Scheiner / Jakob Schreiner

Von E-Fahrzeugen können große Gefahren ausgehen – wenn man unsachgemäß mit ihnen umgeht oder unwissend ist. Zusatzqualifizierungen schaffen mit praxisnahen Beispielen Abhilfe und sind bei der Arbeit mit Stromern unerlässlich.

Laut dem Feuerwehrbericht gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, da das Fahrzeug widerholt in Brand geriet.
Laut dem Feuerwehrbericht gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, da das Fahrzeug widerholt in Brand geriet.
(Bild: Feuerwehr Landeck)

Eigentlich sollen Crashtests zeigen, wie sicher ein Auto ist. Formal hatte der Chevrolet Volt den Test der amerikanischen Straßenbehörde mit fünf von fünf Sternen sehr gut gemeistert – trotzdem hat der Test eher Gegenteiliges bewirkt. Denn 21 Tage nach dem Test begann der Stromer zu brennen. Als Brandursache identifizierten die Ermittler das durch den Crash beschädigte Batteriemodul, das nicht spannungsfrei geschaltet worden war und sich durch einen defekten Kühlkreislauf immer weiter aufgeheizt hatte. Auch beim Tesla Model S kam es in der Vergangenheit immer wieder zu unverhofften Fahrzeugbränden aufgrund eines defekten Moduls, das durch herumliegende Teile auf der Straße beim Überfahren beschädigt worden war.

Zwar brennen Elektrofahrzeuge nicht häufiger als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb, doch wenn sie das tun, ist den Flammen nur schwer Herr zu werden. Tesla schreibt in seinen Sicherheitshinweisen, dass die Batteriemodule bis zu 24 Stunden brennen können. Außerdem können sie sich erst mit eine zeitlichen Verzögerung entzünden und stellen dadurch ein erhebliches, nicht sofort kalkulierbares Risiko dar.