Brandschutzhelfer: Besser vorsorgen

Der Gesetzgeber schreibt den Unternehmen vor, Brandschutzhelfer in den Betrieben zu ernennen. Hierbei muss der Arbeitgeber eine Reihe von wichtigen Vorschriften beachten.

| Autor: Malte Beckers und Wolfgang J. M. Kohlhaas

Praktische Löschversuche nehmen die Angst, einen plötzlich entstandenen Brand sofort anzugreifen. Deshalb sollten Löschübungen im Rahmen der Ausbildung durchgeführt werden.
Praktische Löschversuche nehmen die Angst, einen plötzlich entstandenen Brand sofort anzugreifen. Deshalb sollten Löschübungen im Rahmen der Ausbildung durchgeführt werden. (Bild: VdS Schadenverhütung GmbH)

Dass jeder Betrieb Brandschutzhelfer haben muss, dürfte allgemein bekannt sein. Doch wie sieht es mit den genauen Vorschriften und Regelungen zum Brandschutzhelfer aus? Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 10 Abs. 2 „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“ weist ganz allgemein auf notwendige Notfallmaßnahmen hin. Die Unfallverhütungsvorschrift (Vorschriften- und Regelwerk der Unfallversicherungsträger) DGUV-V1 „Grundsätze der Prävention“ § 22 Abs. 2 „Notfallmaßnahmen“ konkretisiert diese Forderung. Die technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ von Mai 2018 Abschnitt 7.36.2 besagt, dass der „Arbeitgeber eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden“ vertraut machen muss.

Er muss also dafür sorgen, dass diese Brandschutzhelfer fachkundig unterwiesen werden. Dazu gehören neben Kenntnissen über die Grundzüge des vorbeugenden Brandschutzes auch solche über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall. Praktische Löschübungen sollen diese Kenntnisse vertiefen.

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