Brandt Partners Management Consultants: Was tun bei einer Vertragskündigung?

Der Unternehmensberater Jörg Heidrich empfiehlt Kfz-Betrieben, die ihren Vertrag verlieren oder abgeben, einen kühlen Kopf zu behalten. Wichtig sei jetzt, die eigenen Handlungsoptionen genau zu prüfen sowie wichtige Partner und Mitarbeiter in den Transformationsprozess einzubeziehen.

| Autor: Das Gespräch führte Joachim v. Maltzan

Jörg Heidrich: „Der Unternehmer muss die Mitarbeiter umso intensiver einbinden, je näher das Ende der vertragsgebundenen Tätigkeit rückt.“
Jörg Heidrich: „Der Unternehmer muss die Mitarbeiter umso intensiver einbinden, je näher das Ende der vertragsgebundenen Tätigkeit rückt.“ (Bild: Brandt Partners Management Consultants)

Jörg Heidrich: Zunächst ist wichtig, als Unternehmer einen klaren Kopf zu behalten und in keinem wilden Aktionismus zu verfallen. Vielmehr sollte der Unternehmer seine Handlungsspielräume klären und einen Maßnahmenplan für den Kündigungszeitraum abstecken, um das laufende operative Geschäft nicht zu gefährden. Er muss dann sofort prüfen, ob die Kündigung rechtlich wirksam ist. Man sollte aber dabei bedenken, dass eine Auseinandersetzung mit dem Hersteller nur in Einzelfällen zielführend ist. Effektiver ist es, die zukünftigen Netzpläne des Herstellers zeitnah in Erfahrung zu bringen und diese in die eigenen Zukunftsüberlegungen einzubeziehen. Zudem muss der Unternehmer unverzüglich eine einheitliche und vor allem vertrauensbildende und fortführungsorientierte Sprachregelung finden, da Händlervertragskündigungen schnell publik werden. Schleichende Nachrichten können das Vertrauensverhältnis der Mitarbeiter zum Unternehmen, aber auch das der Kunden und der Finanzierungspartner erschüttern.

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