Britische Autoproduktion bricht ein

Rückgang im ersten Quartal 2019 um ein Sechstel

| Autor: dpa/cb

Britische Automobilindustrie verliert an Strahlkraft.
Britische Automobilindustrie verliert an Strahlkraft. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Talfahrt in der britischen Automobilproduktion hält an. Im ersten Quartal 2019 haben die britischen Hersteller erneut einen heftigen Rückgang verzeichnet, wie der Branchenverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) mitteilte. Demnach sank die Produktion seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 16 Prozent. Der März 2019 war der zehnte Monat in Folge, in dem in Großbritannien weniger Autos vom Band rollten als im Vorjahresmonat.

Grund für den Rückgang sind dem Branchenverband SMMT zufolge die sinkende Nachfrage in Asien und Europa sowie veränderte Präferenzen der Verbraucher. Aber auch die Unsicherheit um den EU-Austritt Großbritanniens spielt eine Rolle. Vier von fünf Autos (79 Prozent) aus britischer Produktion gehen in den Export. Freier und reibungsloser Handel sei daher von enormer Bedeutung.

„Trotz der Verschiebung tickt die Brexit-Uhr, und ein ,No Deal‘ droht weiter. Diese neue Phase der Unsicherheit fügt der Branche weiterhin großen Schaden zu“, sagte SMMT-Chef Mike Hawes laut der Mitteilung.

Noch vor einigen Jahren rechnete der Verband mit einer jährlichen Produktion von zwei Millionen Autos. Kommen Großbritannien und die EU auf positive Verhandlungsergebnisse, rechnet der Verband mit einer Produktion von 1,36 Millionen Autos im laufenden Jahr. Kommt es zum No-Deal-Brexit geht der SMMT für 2021 noch davon aus, dass 1,07 Millionen Einheiten gebaut werden. Damit würde die britische Automobilindustrie auf den Stand der Achtzigerjahre zurückfallen.

Die Frist für den EU-Austritt wurde inzwischen bis 31. Oktober verlängert. Doch ein Ausscheiden ohne Vertrag ist weiter möglich. Für diesen Fall rechnet der Branchenverband mit einem weiteren Rückgang der britischen Autoproduktion um 30 Prozent.

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