Britische Autoproduktion geht weiter zurück – Sorge um Handel mit EU

Rund 83 Prozent der Fahrzeuge sind für Export bestimmt

| Autor: dpa

Die Autoproduktion in Großbritannien schrumpft bereits den fünften Monat in Folge.
Die Autoproduktion in Großbritannien schrumpft bereits den fünften Monat in Folge. (Bild: Mini)

Die Autoproduktion in Großbritannien ist im Januar weiter zurückgegangen. Demnach rollten im Januar rund 118.300 Fahrzeuge vom Fließband – rund zwei Prozent weniger als im Vormonat, wie der Verband der britischen Autobauer und -händler SMMT am Montag mitteilte. Damit schrumpft die großbritannische Autoproduktion bereits den fünften Monat in Folge. Von den 20 vergangenen Monaten war das genau ein Mal nicht der Fall. Besonders drastisch ging die Herstellung für den heimischen Markt zurück, sie fiel im Januar um knapp 24 Prozent.

Teilweise abgefedert wurde das durch einen leichten Anstieg der für den Export bestimmten Produktion – ohnehin das Rückgrat der britischen Automobilindustrie. Knapp 83 Prozent der in dem Land gebauten Fahrzeuge sind für die Ausfuhr bestimmt.

Gespräche über Abkommen mit der EU geplant

„Der größte Schub wäre der Abschluss eines ehrgeizigen Freihandelsabkommens mit Europa. Das würde die andauernde Unsicherheit beenden und Großbritannien helfen, seinen hart erarbeiteten Ruf als großartiger Ort für Investitionen in die Automobilbranche zurückzugewinnen“, sagte SMMT-Chef Mike Hawes einer Mitteilung zufolge.

Die britische Regierung wollte noch am Donnerstag ihr Verhandlungsmandat für die Gespräche mit der EU vorstellen. Gerechnet wird damit, dass London weiter auf Konfrontationskurs geht. Premierminister Boris Johnson hat bereits mehrfach deutlich gemacht, dass er die Forderungen aus Brüssel nach Anpassung an EU-Wettbewerbsstandards nicht erfüllen will. Beginnen sollen die Verhandlungen bereits am Montag in Brüssel.

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