E-Commerce Britischer Konkurrent übernimmt Carnext

Autor Andreas Wehner

Der Gebrauchtwagen-Onlinehändler gehört künftig zur Constellation Automotive Group, die neben der B2B-Plattform BCA auch den britischen Endkunden-Marktplatz Cinch betreibt.

Carnext betreibt Auslieferungszentren in verschiedenen Ländern.
Carnext betreibt Auslieferungszentren in verschiedenen Ländern.
(Bild: Carnext)

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Carnext schlüpft unter das Dach der Constellation Automotive Group. Das britische Unternehmen, zu dem auch die Auktionsplattform BCA gehört, baut damit seine Präsenz in Kontinentaleuropa vor allem im Endkundenbereich deutlich aus.

Carnext war ursprünglich vom Leasing- und Fuhrparkmanagement-Anbieter Leaseplan gegründet worden. Mit seinem B2C-Gebrauchtwagenmarktplatz ist das Unternehmen in sieben europäischen Ländern aktiv und verkauft nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 40.000 Fahrzeuge. In Deutschland hatte sich Carnext vorgenommen, 2021 Marktführer zu werden. Carnext ist außerdem in insgesamt 22 Ländern mit seiner B2B-Auktionsplattform vertreten, über die in diesem Jahr 210.000 Autos veräußert werden sollen.

Zu Constellation gehören neben BCA der britische B2C-Gebrauchtwagenmarktplatz Cinch sowie die Online-Ankaufplattform Webuyanycar. Mit der Akquise von Carnext erreicht das Unternehmen nach eigenen Angaben ein jährliches Handelsvolumen von 100.000 Fahrzeugen im Endkundengeschäft mit Gebrauchtwagen, zwei Millionen Fahrzeugen auf dem B2B-Marktplatz und 600.000 Fahrzeugen im Online-Autoankauf.

Der Online-Handel mit Gebrauchtwagen ist ein recht junges Geschäftsfeld. Waren die klassischen Online-Börsen bislang mehr oder weniger Kleinanzeigen-Plattformen, so etablieren sich aktuell verschiedene Anbieter, die den Online-Gebrauchtwagenkauf als komplette Transaktion bis hin zur Auslieferung anbieten.

Neben Carnext ist in Deutschland in diesem Geschäft vor allem Auto 1 mit der Plattform Autohero aktiv. Zudem ist gerade die britische Plattform Cazoo dabei, nach Deutschland zu expandieren. Zuletzt hatten auch Autoscout 24 und Mobile.de angekündigt, sich von der klassischen Online-Börse hin zum E-Commerce-Anbieter wandeln zu wollen.

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