Sind wetterereignisbedingte Schäden durch die Versicherung, hier die sogenannte Autohauspolice, abgedeckt? Roland Fischer, General Manager Commercial Unit beim TVD-Risikoträger Aioi Nissay Dowa, beantwortet die Frage positiv: „Derartige Elementargefahren sind in unserer Autohauspolice mit Multirisk-Schutz mitversichert, und zwar über den Kasko-Bereich der Handel-Handwerk-Versicherung. Keine Rolle spielt dabei, ob es sich um Neu-, Gebraucht- oder Kundenfahrzeuge handelt und ob das Schadenereignis innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes eintrat. Zu beachten sind jedoch unterschiedliche Deckungssummen und Selbstbehalte sowie bei Kundenfahrzeugen eine mögliche Mehrfachversicherung – über die Teilkasko des Kunden und über die Autohauspolice. In einem solchen Fall teilen sich die beteiligten Versicherungen den Schadenaufwand meist im Verhältnis 50 zu 50.“ Nicht versichert sind übrigens mögliche Wertminderungen, die mit dem Schadenereignis in Zusammenhang stehen.

Wörtlich lautet der relevante Passus der Autohauspolice in der Regel: „Versichert ist die unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung auf das Fahrzeug.“ Die Betonung liegt hierbei auf „unmittelbar“, denn beispielsweise ist ein offenes Fenster, über das es ins Auto hineinregnet, kein versicherter Schaden. Vergleichbar urteilte das Oberlandesgericht Hamm (AZ: 20 U 233/14): Es handelt sich nicht um eine Überschwemmung im Sinn der Allgemeinen Bedingungen der Kraftfahrtversicherung, wenn Regenwasser über die Fahrzeugoberfläche ins Fahrzeuginnere eindringt.

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 Peter Diehl

Peter Diehl

Fachredakteur Automobiltechnik und -reparatur, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG