Bündnis zum Schutz der Autos vor Hackern

Autor / Redakteur: Doris Pfaff / Doris Pfaff

Heute schon ist das Auto ein fahrender Computer, der Daten produziert, um zukünftig mit anderen Fahrzeugen kommunizieren zu können. Um Hacker-Angriffe zu verhindern, wollen deshalb das Bundesamt für Sicherheit in Informationstechnik und der VDA zusammenarbeiten.

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Autonomes Fahren gilt als automobile Zukunft. Doch heute schon produziert das Fahrzeug Daten, die sicherheitsrelevant sind.
Autonomes Fahren gilt als automobile Zukunft. Doch heute schon produziert das Fahrzeug Daten, die sicherheitsrelevant sind.
(Bild: Daimler)

Um Autodaten vor Hacker-Angriffen zu schützen, wollen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) zukünftig in Fragen der Cybersicherheit eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten VDA-Präsidentin Hildegard Müller und BSI-Präsident Arne Schönbohm am Dienstag in Berlin.

Im Zuge der Digitalisierung spielt das Thema Cybersicherheit in Fahrzeugen und in der Verkehrsinfrastruktur zunehmend eine Rolle. Zukünftig sollen weitere Technologien den Straßenverkehr sicherer machen und beispielsweise die Kommunikation zwischen Fahrzeugen ermöglichen. Fahrzeugdaten werden zudem für neue Dienstleistungen und Funktionen abrufbar. Damit Hacker sich diese nicht abgreifen oder gar in Fahrsicherheitsfunktionen eingreifen können, sollen geeignete Schutzmechanismen entwickelt und in die Fahrzeuge integriert werden.

Um diesen für den Wirtschafts- und Automobilstandort Deutschland wichtigen Bereich der Digitalisierung zu schützen, wollen das BSI und der VDA beispielsweise gemeinsam Handlungsempfehlungen für Politik und Automobilindustrie entwickeln. Erklärtes Ziel ist, ein gemeinsames Verständnis der Teilgebiete der Cybersicherheit in Fahrzeugen und der Informationssicherheit in der Automobilindustrie zu etablieren und daraus Handlungsbedarfe abzuleiten, zum Beispiel durch Standardisierungen.

„Moderne Autos sind längst fahrende Hochleistungsrechner, die nicht mehr nur mit Kurbelwelle oder Elektromotor angetrieben, sondern in erheblichem Maße von digitaler Technik gesteuert werden. Wenn wir digitale Technologie nutzen wollen, um Autos autonom fahren zu lassen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu verbessern und den Energie- und Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, dann darf diese Technologie nicht durch unbefugte Dritte manipulierbar sein“, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller will vor allem die deutsche Automobilwirtschaft in Sachen Digitalisierung auch im internationalen Vergleich gut aufgestellt wissen: „Autos made in Germany haben der deutschen Automobilindustrie zu ihrer weltweit führenden Stellung verholfen. Durch Informationssicherheit als Qualitätsmerkmal der Digitalisierung made in Germany können wir diese sehr gute Position auf den internationalen Märkten weiter ausbauen und gleichzeitig das Automobilland Deutschland digital sicherer machen.“

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