Doppelprüfung der AU-Geräte Bundeskabinett beschließt Aufhebung der Eichpflicht

Autor Doris Pfaff

Das Bundeskabinett hat die vom Kfz-Gewerbe lange geforderte Aufhebung der Eichpflicht der AU-Geräte beschlossen. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bezifferte die durch die Doppelprüfung verursachten Zusatzkosten auf rund 8,5 Millionen Euro.

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Zukünftig müssen AU-Werkstätten ihre Messgeräte nicht mehr eichen und kalibrieren lassen.
Zukünftig müssen AU-Werkstätten ihre Messgeräte nicht mehr eichen und kalibrieren lassen.
(Bild: Pro Motor/Volz)

Erst mussten die Messgeräte geeicht werden, anschließend auch noch kalibriert. Seit gut sechs Jahren kämpfte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gegen die Doppelprüfung der AU-Messgeräte und forderte die Abschaffung. Dieser Forderung ist die Politik nun gefolgt. Zukünftig müssen die Geräte nur noch kalibriert werden.

Zum Hintergrund: Seit dem 1. Januar 2019 mussten Kfz-Betriebe und Überwachungsorganisationen entsprechend der Mess- und Eichordnung (MessEV) ihre Messgeräte einmal jährlich eichen und zusätzlich kalibrieren lassen. Von dieser vorgeschriebenen Doppelprüfung waren rund 35.000 anerkannte AU-Werkstätten betroffen, die nach ZDK-Angaben zwischen 65.000 bis 70.000 Messgeräte wiederkehrend eichen und kalibrieren lassen mussten. Hinzu kamen rund 30.000 Geräte von Technischen Prüfstellen und Überwachungsorganisationen, die ebenfalls von den gesetzlichen Vorgaben betroffen sind.