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BVdP hat Qualicheck eingestellt

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Der Bundesverband der Partnerwerkstätten hat sein System zur digitalen Prüfung eines Kostenvoranschlags eingestellt. Die Ressourcen zum Ausbau von Qualicheck sollen nun in das übergeordnete Projekt M.o.r.e fließen.

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(Bild: BvdP)

Der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) hat sein Projekt Qualicheck zum 31. Juli 2019 eingestellt. Das geht aus entsprechenden Schreiben hervor, die der Redaktion von einem Betrieb übermittelt wurden. Demnach wurde dieser drastische Schritt während einer Strategiesitzung des BVdP beschlossen. Der Verband sah sich dazu genötigt, weil es dem Dienstleister Audatex nicht gelungen sei, eine „durchgängige Lösung für Qualicheck auf Basis der Plattform Audanet zu liefern.“

Ein engagiertes BVdP-Mitglied erklärte auf Nachfrage, dass die Entscheidung bedauerlich sei. Man habe die Möglichkeit gehabt, Vergleichsdaten in der Kalkulation zu sammeln und auf dieser Basis den Forderungen von Schadensteuerern und Dienstleistern Paroli zu bieten. Ohne die notwendige Beteiligung an diesem Projekt mache die Idee aber keinen Sinn. Sie fehlt allein deshalb, weil das Gros der BVdP-Mitglieder Kalkulationen mit Audatex anfertigt.

Ob das Projekt Qualicheck zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgesetzt werden könne, hänge in erster Linie davon ab, ob es gelinge, die Vorteile von Qualicheck umzusetzen, ohne Audatex einbinden zu müssen. Derzeit sei allerdings nicht abzusehen, wie oder wann das möglich sei, hieß es aus der Branche.

Deshalb hat der BVdP beschlossen, „freiwerdende Ressourcen für das Projekt M.o.r.e zu nutzen, um die vom BVdP geschaffene Leistungsmarke weiter auszubauen und mit Leben zu füllen. Dazu werde man zukünftig noch intensivere Gespräche mit Steuerern, Versicherern und Werkstätten führen, heißt es von dem Verband.

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