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BVSK-Honorarbefragung ist taugliche Schätzgrundlage

| Autor / Redakteur: autorechtaktuell.de / Christoph Seyerlein

Auch das AG Fulda bestätigt die BVSK-Honorarbefragung als taugliche Schätzgrundlage für Sachverständigenhonorare. Das Gericht bewertet insbesondere den HB-V-Korridor der Befragung als praktikable Bandbreite, die übliche Höhe zu bestimmen.

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(Foto: Dekra)

Auch das AG Fulda bestätigte in einem Urteil vom 18. Oktober 2017 (AZ: 36 C 26/17 (F)) die BVSK-Honorarbefragung als taugliche Schätzgrundlage für die Üblichkeit und Angemessenheit des Sachverständigenhonorars. Das Gericht bewertet insbesondere den HB-V-Korridor der Befragung als praktikable Bandbreite, die übliche Höhe zu bestimmen.

Die Parteien stritten um die Erstattung restlicher Sachverständigenkosten in Höhe von 201,11 Euro aus abgetretenem Recht. Der Klage gab das Gericht statt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung folgendermaßen: Wenn zwischen dem Geschädigten und dem Sachverständigen nichts anderes vereinbart ist, gilt die übliche Vergütung nach § 632 Abs. 2 BGB insoweit als vereinbart. Da es an einer einheitlichen Abrechnungsmethode für die Bestimmung der Höhe der Sachverständigenkosten fehlt, ist die übliche Vergütung gemäß § 278 ZPO durch das Gericht zu schätzen. Das Gericht zieht insoweit die BVSK-Honorarbefragung 2015 als Schätzgrundlage heran.

Der HB-V-Korridor der BVSK-Honorarbefragung liefert eine praktikable Bandbreite zur Bestimmung der üblichen Höhe. Vorliegend lag das streitgegenständliche Honorar noch unter dem Mindestbetrag des bezeichneten Honorar-Korridors. Fotokosten können mit 2 Euro je Foto angesetzt werden. Der geforderte Betrag war daher voll zu erstatten.

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