Suchen

BYD arbeitet an tragfähiger Strategie für Europa

Autor / Redakteur: ampnet/gr / Andreas Grimm

Der chinesische Hersteller BYD schärft seine Europa-Pläne. In Deutschland hat der Mischkonzern Abnehmer für seine E-Busse gefunden. Schleppender läuft der E-Auto-Verkauf an. Der wird dafür größer aufgezogen.

Firmen zum Thema

Die Verkehrsbetriebe Bochum-Gelsenkirchen starten mit einem Modell von BYD, dem E-Bus, in die Elektrifizierung des Nahverkehrs.
Die Verkehrsbetriebe Bochum-Gelsenkirchen starten mit einem Modell von BYD, dem E-Bus, in die Elektrifizierung des Nahverkehrs.
(Bild: BYD)

Der chinesische Pkw- und Nutzfahrzeughersteller BYD (Build Your Dreams) hat erstmals einen Auftrag aus Deutschland erhalten. Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (Bogestra) und die Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel haben gemeinsam 22 Einheiten vom Typ E-Bus bei dem chinesischen Hersteller bestellt. Das erste Fahrzeug wurde inzwischen in Gelsenkirchen übergeben. Es ist zwölf Meter lang, kann 80 Fahrgäste befördern und hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern.

Der E-Bus von BYD gilt mit über 50.000 verkauften Einheiten in den vergangenen zehn Jahren als erfolgreichster Elektrobus der Welt. Verfügbar sind neben der Standardversion auch eine 8,70 Meter kurze und eine 18 Meter lange Variante. In Europa wurden Fahrzeuge bislang vor allem nach Skandinavien geliefert. In London fahren Doppeldecker-Busse mit der Technik von BYD.

BYD ist ein chinesischer Mischkonzern, der auch in der Batterietechnik aktiv ist. Im Automobilbau ist BYD unter anderem mit Daimler verbunden. Gemeinsam betreiben die Konzerne in China den Autobauer Denza, der derzeit in China das Modell Denza X vertreibt.

Dieses Modell wiederum teilt sich die Basis mit dem BYD Tang, der auch in Europa erhältlich sein soll. Der bisher noch für dieses Jahr angekündigte Marktstart des SUV-Modells Tang in Norwegen wird sich nach Informationen des E-Mobilitätsportals „Ecomento.de“ allerdings verschieben. Demnach soll der Testlauf für Pkw-Modelle Anfang 2021 in dem skandinavischen Land beginnen. Neben dem Tang soll auch die Elektro-Limousine Han zügig eingeführt werden.

Neben Norwegen, dem Vorzeigeland für die Elektromobilität in Europa, plant BYD scheinbar aber, zügig weitere Märkte in Angriff zu nehmen. „Wir sind optimistisch für die Zukunft in Norwegen und in ganz Europa. Wir werden eine tragfähige Strategie verfolgen, um die Marke BYD voranzutreiben“, zitiert das Portal BYD-Europa-Chef Isbrand Ho.

(ID:46832136)