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Cadillac: Europa-Neuanfang mit Kompakt-SUV

| Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Die US-Edelmarke Cadillac steht für amerikanische Straßenkreuzer und Riesen-SUV. Nun bringt sie ihr bislang europäischstes Modell auf den Markt.

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In den USA ist der XT4 bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Nun kommt der kompakte Crossover nach Deutschland.
In den USA ist der XT4 bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Nun kommt der kompakte Crossover nach Deutschland.
(Bild: Cadillac)

Cadillac wagt einen kleinen Neuanfang in Deutschland. Mit dem nun startenden XT4 nimmt die US-Premiummarke ihr bislang kompaktestes und günstigstes Modell ins Programm. Das SUV will mit schnittigem Karosseriedesign und umfangreicher Ausstattung vor allem gegen Audi Q3, Jaguar E-Pace und Volvo XC40 punkten. Mindestens 35.800 Euro sind zu investieren.

Die Zeit der barock-plüschigen Straßenkreuzer ist bei Cadillac lange vorbei. Zuletzt versuchte es die Marke in Deutschland vor allem mit großen, starken und teils sehr fahraktiven Prestige-Limousinen. Der Erfolg war allerdings trotz überwiegend wohlwollenden Kritikerlobs überschaubar; die Modelle sind mittlerweile wieder vom Markt verschwunden, zwischenzeitlich war offiziell gar kein Cadillac-Neuwagen in Deutschland zu haben. Nun will es die General-Motors-Tochter in einem deutlich absatzträchtigeren Segment noch einmal wissen: in der Boom-Klasse der kompakten Crossover.

Cadillac XT4: Kleiner Neuanfang in Deutschland
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Die erste Etappe des Neustarts ist Cadillac dabei durchaus gelungen: Mit seiner scharf geschnittenen Schneepflug-Front und den sensenförmigen Leuchten sticht der XT4 aus der Masse des längst überlaufenen Segments hervor. Die Expressivität der Karosserie findet allerdings nicht so recht den Weg in den eher konservativ gestalteten Innenraum.

Chrom und Leder sorgen dort zwar für ein durchaus wertiges Ambiente, die kleinen Bildschirme, die zahlreichen Tasten und die schmucklosen Analog-Instrumente wirken aber im Vergleich zu den europäischen Konkurrenten leicht altbacken. Das dürfte allerdings nicht zuletzt daran liegen, dass der XT4 in den USA und China bereits seit rund zwei Jahren auf dem Markt ist und hierzulande also erst mit Verzögerung aufschlägt.

Für Fans der klassischen Innenraum-Tugenden

Wer auf Top-Modernität verzichten kann und eher den klassischen Innenraum-Tugenden zugeneigt ist, darf sich aber durchaus von dem Ami vereinnahmen lassen. Die verbindlich gepolsterten Ledersessel machen auch auf langen Strecken keinen Ärger, Head-up-Display, elektrische Heckklappe sowie ein Rundum-Kamera-System sorgen für hohen Bedienkomfort und über all das wacht ein kleine Armee von Assistenz-Systemen, die nach Möglichkeit unaufdringlich mittels Vibration warnen, statt wild herumzupiepsen.

Dazu kommt ein Platzangebot, das vor allem vorne sehr großzügig ausfällt. Auch im Fond lässt es sich bei voller Fahrzeugbesetzung als Erwachsener gut aushalten, speziell die Kniefreiheit erinnert an Fahrzeuge aus höheren Klassen. Etwas enttäuschend fällt jedoch der Kofferraum mit seinen mageren 637 Litern aus. Verwunderlich vor allem, weil der XT4 mit rund 4,60 Metern länger ausfällt als die meisten Wettbewerber und eine Art Zwischenschritt vom Kompakt- zum Mittelklasse-SUV bildet.

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