Cadillac: Europa-Neuanfang mit Kompakt-SUV

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Passt besser auf deutsche Straßen als der Escalade

Mit seinem für Cadillac fast schon handlichen Zuschnitt passt der XT4 trotzdem von vornherein besser auf deutsche Straßen als etwa das Dickschiff Escalade. Und auch das Fahrwerk wirkt europäischer als man es von einem Amerikaner erwarten würde, fällt es doch wie auch die Lenkung durchaus verbindlich und straff aus.

Dazu gesellt sich mit dem eigens für die Marke entwickelten Diesel ein ebenfalls traditionell europäischer Motor: Der Vierzylinder klingt meist kultiviert, bietet ordentlichen Durchzug und einen guten Antritt. Dabei hilft auch die aufmerksame Neungangautomatik, die flott runter- und effizient hochschaltet. Eine aufwendige elektrische Unterstützung – etwa durch eine milde Hybridisierung – spart sich Cadillac hier.

Cadillac XT4: Kleiner Neuanfang in Deutschland
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Der Normverbrauch von 6,4 Litern (6,9 Liter beim Allradmodell) fällt auch deshalb um einiges höher aus als bei der deutschen und britischen Premium-Konkurrenz. Immerhin wirken die im Datenblatt hinterlegten Werte nach den ersten Testkilometern nicht komplett unrealistisch.

Zunächst nur zwei Sondermodelle erhältlich

Die Preisliste für das aktuell einzige Cadillac-Modell ist übersichtlich geraten. Zum gerade erfolgten Start gibt es zunächst nur zwei Sondermodelle. In der „Launch Edition“, die ausschließlich mit Frontantrieb kombinierbar ist, wartet der XT4 ab 42.900 Euro unter anderem mit 18-Zoll-Felgen und Zierteilen in Metalloptik auf. Wer mindestens 47.100 Euro investiert, erhält die „Launch Sport Edition“ mit 20-Zöllern, schwarz glänzenden Karosserie-Applikationen und LED-Heckleuchten.

Optional ist für diese Variante auch der Allradantrieb hinzu buchbar, dann stehen 49.200 Euro auf der Rechnung. Zum Jahresende kommen dann die Standardvarianten zum Händler, wodurch der Einstiegspreis auf 35.800 Euro sinkt. Zeitgleich nimmt Cadillac mit dem 174 kW/237 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner auch eine Antriebsalternative ins Programm.

Viel Unterstützung aus eigenen Reihen darf der XT4 nicht erwarten. Bis auf weiteres bleibt er das einzige Europa-Modell der General-Motors-Tochter. Weder der große Bruder XT5 noch eine der Limousinen soll nach aktuellem Stand für den hiesigen Markt angepasst werden. Immerhin ergänzt demnächst die neue Generation des Sportwagens Corvette das Showroom-Ensemble der elf deutschen Vertriebspartner.

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