Cadillac reagiert mit kleinem SUV auf Absatzschwäche in den USA

Crossover unterhalb des XT5

| Autor: Jens Rehberg

Cadillac steht traditionell eher für Premium-Limousinen wie den CT6, muss sich jetzt aber dem Markttrend hin zu höheren Karosserieaufbauten beugen.
Cadillac steht traditionell eher für Premium-Limousinen wie den CT6, muss sich jetzt aber dem Markttrend hin zu höheren Karosserieaufbauten beugen. (Foto: Jens Meiners)

Im GM-Werk in Kansas City hat Cadillac damit begonnen, die ersten Prototypen eines neuen, kleinen Crossover-Modells zu bauen. Wie die „Detroit News“ am Dienstag mit Verweis auf eine Herstellerquelle berichteten, reagiert der US-Premiumanbieter damit auf die Absatzschwäche in seinem Heimatmarkt. Cadillac hat im vergangenen Jahr acht Prozent weniger Fahrzeuge in den USA abgesetzt als 2016. Das Fabrikat hat derzeit mit der vierten Generation des Escalade nur ein echtes SUV im Programm. Das Crossover-Modell XT5 ist eines von lediglich zwei Modellen, das sein Voumen 2017 auf dem US-Markt steigern konnte. Mit einem zusätzlichen kleinen Crossover – das seiner Einodnung ins Markenportfolio gemäß wohl XT4 heißen wird – hofft Cadillac offenbar, deutschen Kompakt-SUVs wie BMW X3 und Audi Q3 etwas entgegensetzen zu können. Cadillac wollte den Bericht auf Anfrage der US-Zeitung nicht kommentieren.

In Europa hat Cadillac im vergangenen Jahr nach Angaben der Importeurstochter in der Schweiz immerhin erstmals seit 2010 wieder mehr als 1.000 Neuwagen abgesetzt (Vorjahr: 799). Die Hälfte des Volumens (496 Einheiten) wurde dabei von den deutschen Partnern verkauft. Im Vorjahr konnten die Cadillac-Vetriebspartner in Deutschland 291 Neuwagen vermarkten.

Der größte Einzelmarkt für Cadillac war 2017 erstmals China. GM verkaufte dort rund 175.000 Einheiten – 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nur dank des großen Erfolges in der Volksrepublik konnte das US-Fabrikat auch seine weltweiten Verkäufe insgesamt steigern (+15,5 Prozent auf 356.467 Einheiten).

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